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Arbeitskreis zur Beschäftigungssicherung in der Region Hannover gebildet

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Maßnahmen gegen den Anstieg der Arbeitslosigkeit sind das Ziel

Auf Einladung von Oberbürgermeister Stephan Weil hat sich ein Arbeitskreis von maßgeblichen öffentlichen und privaten Institutionen gebildet mit dem Ziel, einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region Hannover entgegenzuwirken. Teilnehmer des Arbeitskreises sind führende Vertreter der Landeshauptstadt und der Region Hannover, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer, der Allgemeinen Arbeitgebervereinigung Hannover und Umgebung e.V. sowie des Industrieclubs Hannover, der Gewerkschaften, der Agentur für Arbeit Hannover, der Sparkasse Hannover sowie des RegionalNetzwerk Hannover e. V.

Hintergrund dieses Zusammenschlusses ist die Sorge, dass im zweiten Halbjahr des Jahres 2009 und im ersten Halbjahr des Jahres 2010 im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise die Probleme auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region Hannover weiter wachsen können. Auch wenn lokale Handlungsmöglichkeiten insoweit nur begrenzt bestehen, wollen die Teilnehmer ihre Möglichkeiten nutzen, Arbeitslosigkeit und möglichen Engpässen an Ausbildungsplätzen energisch entgegenzutreten.

Der Arbeitskreis hat fünf Handlungsfelder identifiziert, auf denen er tätig werden will:

– Kurzarbeit

Alle Beteiligten sind sich darin einig, so gut als möglich die gesetzlichen Möglichkeiten zur Kurzarbeit zu nutzen, um Entlassungen zu vermeiden.
Die Nutzung von Qualifizierungsangeboten während der Kurzarbeit ist jedoch noch ausbaufähig. Deshalb soll die Information gegenüber Unternehmen ebenso wie zwischen den unterschiedlichen Bildungsträgern intensiviert werden.
 
– Ausbildung

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf  dem Ausbildungsmarkt sind derzeit noch nicht besonders spürbar, eine Verschärfung ist jedoch im Jahr 2010 nicht auszuschließen. Im besonderen Maße gilt dies für das Jahr 2011 wegen des doppelten Jahrgangs von Abiturienten, die sich dann auch um Ausbildungsplätze bewerben werden. Zur Vorbereitung auf diese Herausforderungen ist eine intensive Abstimmung zwischen allen Beteiligten vorgesehen.

– Finanzierung der Unternehmen

Zwar werden derzeit höhere Risikoaufschläge von den Banken gefordert, dennoch kann eine generelle Kreditklemme im Raum Hannover zum jetzigen Zeitpunkt nicht unterstellt werden. Die Entwicklung soll weiter aufmerksam beobachtet werden. Hierzu hat sich ein Kreis aus dem Bereich der Unternehmen und der Kreditwirtschaft gebildet.
  
– Fachkräfte

Ungeachtet der steigenden Arbeitslosigkeit besteht weiter ein Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit dieser Thematik im Einzelnen befassen.

 Konjunkturprogramme

Die Teilnehmer des Arbeitskreises stimmen darin überein, dass die Umsetzung der Konjunkturprogramme in der Region Hannover zügig und zum Nutzen der lokalen Wirtschaft erfolgt. Es besteht der Wunsch, dass auch über das Jahr 2010 hinaus durch beschränkte Ausschreibungen der öffentlichen Hände Aufträge an die Unternehmen vor Ort möglich sind. Trotz der aktuellen Defizite in den laufenden Haushalten müssen Stadt und Region nach Auffassung der Teilnehmer ihre Investitionen auch mittelfristig fortsetzen können und hierfür die Unterstützung der Kommunalaufsicht erhalten.

Der Arbeitskreis wird seine Tätigkeit in den unterschiedlichen Handlungsfeldern fortsetzen.

Dazu Oberbürgermeister Stephan Weil: "Ich freue mich sehr über das Engagement aller Beteiligten. Die öffentlichen Stellen und die Sozialpartner in der Region wollen alles tun, um gegen die Arbeitslosigkeit anzugehen."

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

Kategorie: Region

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