Politik
Schreibe einen Kommentar

Stadt verleiht im Mai sechs Persönlichkeiten die Stadtplakette

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Mit der "Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover" können Personen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich um die Stadt Hannover besonders verdient gemacht haben. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Verwaltungsausschuss ist vorgesehen, im Mai die Stadtplakette Ingrid Erhardt, Probst Klaus Funke, Rosemarie Hochhut, Klaus Huneke, Marianne Taeglichsbeck und Ekbert Matthias zu verleihen; der Verwaltungsausschuss kommt zu seiner nächsten Sitzung am 17. April zusammen.

Ingrid Erhardt
Im Jahr 1999 gründete Ingrid Erhardt das Freiwilligenzentrum Hannover e.V. und ist seit dem dessen ehrenamtliche Geschäftsführerin. Durch ihre außergewöhnliche Initiative und ihre ausdauernde, unermüdliche Arbeit fördert sie bürgerschaftliches Engagement in Hannover und hat sich deshalb in hohem Maße um die Landeshauptstadt Hannover verdient gemacht. Insbesondere durch die vorausschauende Arbeit von Ingrid Erhardt ist das Freiwilligenzentrum ein nicht mehr wegzudenkender Eckpfeiler der Freiwilligenarbeit in Hannover. Tausende Jugendliche, Erwachsene und SeniorInnen, die sich engagieren und engagieren wollen, haben Ingrid Erhardt und die Ehrenamtlichen des Freiwillenzentrums inzwischen zusammen gebracht mit gemeinnützigen Vereinen und Projekten. Ingrid Erhardt initiierte und organisierte persönlich zahlreiche Initiativen, Fortbildungen, praktische Hilfe bis hin zu Besuchsdiensten für demenziell Erkrankte.

Probst Klaus Funke
Regionaldechant Klaus Funke, der zugleich Propst der Propsteigemeinde an der Basilika St. Clemens in Hannover ist, hat sich in seiner mehr als 12-jährigen Amtszeit um das soziale Miteinander in Hannover in besonderer Weise verdient gemacht. Probst Funke ist als Vertreter des Bischofs des Bistums Hildesheim verantwortlich für den pastoralen Dienst im Regionaldekanat Hannover mit rund 155.000 Katholiken. Weit über seine ihm aufgetragenen seelsorgerischen und kirchlichen Aufgaben hinaus suchte und förderte er stets den Dialog mit den anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften sowie der nichtchristlichen Religionen in der Region Hannover. Mit Umsicht und Nachdruck vertrat er die Interessen der Schwachen und Benachteiligten in unserer Stadt und engagierte sich mit Herz und Hand für zahlreiche Hilfsprojekte. Am 31. August 2008 wird Probst Klaus Funke in den Ruhestand verabschiedet.

Rosemarie Hochhut
Nahezu 30 Jahre lang hat sich Rosemarie Hochhuth für die Stadtpolitik und den sozialen Zusammenhalt in Hannover eingesetzt, davon seit 1982 mehr als 20 Jahre lang als Mandatsträgerin für die CDU zunächst im Bezirksrat Südstadt-Bult und von 1991 bis 2001 im Rat der Stadt. Sie hat sich durch ihr ehrenamtliches kommunales Engagement für unser Hannover besondere Verdienste erworben. Nicht zuletzt wird Rosemarie Hochhuth geschätzt und anerkannt als engagierte Stimme für die Belange der älteren Einwohnerinnen und Einwohner. Sie war Mitglied zahlreicher Ausschüsse und Kommissionen, unter anderem Vorsitzende des Eilenriedebeirats, ist beratendes Mitglied mit Stadtentwicklungs- und Bauausschuss sowie im Sozialausschuss. Seit 2006 leitet sie als Vorsitzende den Seniorenbeirat. In dieser Funktion zeichnet sich ihre Arbeit immer wieder aus durch hohe Sachkompetenz sowie parteipolitisch und konfessionell neutrale Vertretung der Interessen der Seniorinnen und Senioren.

Klaus Huneke
Mehr als 30 Jahre hat sich Klaus Huneke ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen in der Landeshauptstadt Hannover und in der Stadtpolitik engagiert, sich dabei hohes Vertrauen und herausragende Verdienste erworben. Neben seinem gewerkschaftlichen Engagement war er seit 1981 fünf Jahre lang Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat Linden-Limmer, dem er lange noch als beratendes Mitglied angehörte. Klaus Huneke wurde 1986 in den Rat der Stadt gewählt, wurde 1993 Beigeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD-Mehrheitsfraktion bis zu seinem Ausscheiden aus dem Rat 2006. Klaus Huneke hat durch sein politisches Engagement entscheidend die Entwicklung Hannovers zu einer modernen, sozialen und weltoffenen Stadt mitgeprägt. Jahrzehntelang hat Klaus Huneke darüber hinaus in zahlreichen kommunalen Gremien, Kommissionen und durch Aufsichtsratsmandate konzeptionell und in Führungsverantwortung für Hannover gearbeitet.

Marianne Taeglichsbeck
Seit der Gründung 2002 ist Marianne Taeglichsbeck Vorstandsvorsitzende der "Stiftung Hannover. Malawi-Stiftung fürs Aids-Waisen". Durch zahlreiche von ihr initiierte Spendenaktionen, aber auch durch persönliche Ansprache und ihre guten Kontakte in die Stadtgesellschaft gelang es ihr immer wieder, namhafte Summen an Fördergeldern für ein Waisenhaus für Aids-Waisen in unserer Partnerstadt Blantyre in Malawi zu generieren. Zuvor war Marianne Taeglichsbeck mehr als 25 Jahre in der Kommunalpolitik für Hannover tätig und hat sich große Verdienste um unsere Stadt erworben. Im Jahr 1976 wurde sie für die FDP in den Rat der Stadt gewählt, dem sie bis 2001 ununterbrochen angehörte, davon fast 22 Jahre als Fraktionsvorsitzende. Durch ihr Engagement nahm sie in ihrer Funktion als Beigeordnete im Verwaltungsausschuss und als Mitglied weiterer Ausschüsse und Kommissionen immer wieder überaus positiven Einfluss auf die Entwicklung der Landeshauptstadt.

Ekbert Matthias
Fast 20 Jahre lenkte Ekbert Matthias als Präsident erfolgreich und ehrenamtlich die Geschicke des Verbands Hannoverscher Schützen e.V. (VHS), bevor ihn die darin zusammengeschlossenen 83 Vereine mit 5.000 Mitgliedern im März 2008 zu ihrem Ehrenpräsidenten wählten. Ekbert Matthias hat sich durch sein sprichwörtlich treffsicheres Geschick im Umgang mit Traditionen und modernem Eventmanagement und seinen nimmermüden Einsatz um das Schützenfest Hannover und damit um die Landeshauptstadt Hannover in besonderer Weise verdient gemacht. Die verschiedensten Interessen vereinte Ekbert Matthias dabei immer in Brückenschlägen zu einer Gemeinschaft stiftenden hannoverschen Herzensangelegenheit: Der traditionelle Schützenausmarsch und das stimmungsvolle Schützenfest mit seinen Festzelten, Feiern und Schießwettbewerben blieb und bleibt durch seine Arbeit nicht nur sprichwörtlich das größte und schönste der Welt. In seiner Amtszeit avancierte der VHS zudem zum sportlich erfolgreichsten Schützenverband in Niedersachsen.

Rückblick
Seit 1959 gibt es 122 Stadtplaketteninhaber; so wurden zum Beispiel der hannoversche Knabenchor, der Mädchenchor, der Jazz-Club und die Scorpions ausgezeichnet. In den Kreis der Stadtplaketteninhaber gehören auch der ehemalige Stadtsuperintendent, Hans-Werner Dannowski, Wissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Hansen, Bildhauer Prof. Siegfried Neuenhausen, der Präsident des Internationalen Jugendverbandes Hiroshima, Toshihiko Hayashi und der Schauspieler Alexander May.

Die letzte Verleihung fand 2006 statt.

PM: Presseserver Hannover

Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.