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Stadtbibliothek zeigt in Sonderausstellung Originalbriefe von Johannes Brahms

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Anlässlich des 175. Geburtstages des Komponisten Johannes Brahms am 7. Mai 2008 zeigt die Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße 12 vom 14. bis zum 26. April 2008 in einer kleinen Sonderausstellung Originalbriefe von Johannes Brahms. Ergänzt durch Theaterzettel des Hoftheaters und weitere wertvolle Sammlungsgegenstände wird das weithin unbekannte Verhältnis Johannes Brahms’ zu Hannover dokumentiert.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen; montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 19 Uhr, mittwochs und sonnabends von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zur Ausstellung: Auf einer seiner ersten Konzertreisen lernt Brahms in Hannover den Geiger Joseph Joachim kennen. Joachim erkennt das Ausnahmetalent in Brahms und fördert ihn nach Kräften durch Einladungen zum Vorspielen. Durch Joseph Joachim lernt Brahms Franz Liszt und Robert und Clara Schumann kennen. Im Winter 1853/54 bezieht Brahms eine Wohnung im Papenstieg in der hannoverschen Südstadt. Eine Gedenktafel weist heute dort auf die Begegnung des jungen Brahms mit Hannover hin.

Auch in späteren Jahren kommt Brahms mehrfach als konzertierender Künstler nach Hannover zurück. 1859 findet hier die Uraufführung des 1. Klavierkonzertes op. 15 statt. Brahms lernt den Nachfolger Heinrich Marschners als 1. Kapellmeister, den Dirigenten und Komponisten Bernhard Scholz, kennen. Ein lang anhaltender freundschaftlicher Briefwechsel verbindet die beiden.

"Damit Du Dich nicht allzu sehr mit Deinem Gaste blamierst, habe ich für den 4. Januar ein `Akademische Fest-Ouvertüre geschrieben’. Der Name gefällt mir nicht grade, fällt Dir ein andrer ein?", schreibt Johannes Brahms im August 1880 in einem Brief an den Kapellmeisterkollegen Scholz nach Breslau. Brahms bedankt sich mit dieser Komposition für die Ernennung zum Dr. h.c. der Universität Breslau.

Als der Chronist der hannoverschen Theaterszene des ausgehenden 19. Jahrhunderts, Dr. Georg Fischer, die Herausgabe von Briefen des Chirurgen Theodor Billroth vorbereitet, bittet er Johannes Brahms um Unterstützung. Brahms stellte ihm 35 an ihn selbst gerichtete Briefe seines Freundes und Reisegefährten Billroth zur Veröffentlichung zur Verfügung. Da Fischer zu einigen Briefstellen Erklärungen benötigt, entwickelt sich der jetzt in der Ausstellung gezeigte Schriftwechsel.

PM: Presseserver Hannover

Kategorie: Kunst & Kultur

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