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Exerzitien auf der Straße

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geistliche Übungen auf der STRASSE
… eine begleitete Suche nach Gott – auf der Straße und an sozialen Brennpunkten
… von Freitag, 23. Oktober (19.00 Uhr) bis Sonntag, 25. Oktober 2009 (13.00 Uhr)
… einfacher Lebensstil, Übernachtung im katholischen Gemeindezentrum St. Benno

(Offensteinstraße 8, Hannover-Linden)

Geistliche Übungen im Lärm einer Großstadt statt in der Abgeschiedenheit eines Klosters…

Exerzitien auf der Straße vertauschen das übliche Exerzitienhaus mit dem sozialen Brennpunkt der Stadt. An drei Tagen gehen die Teilnehmer einzeln in „die Wüste Hannovers", um dort nach Gottes Spur zu suchen. Sie suchen Gott in der Begegnung mit Menschen am Rand und treffen genau dort auf "heiligen Boden" – in der ehrlichen Begegnung auch mit sich selbst.

Ein ehemaliger Teilnehmer berichtet von seinen Erfahrungen:

"Ich sehe obdachlose Menschen im Park, eine uralte Oma in der U-Bahn Station, mehrere Bettler vor Kaufhäusern, eine Frau mit Kopftuch, die sich mit schweren Taschen abschleppt. Sonst sehe ich das auch, aber nur aus den Augenwinkeln, im Vorübergehen. Ich sehe, nehme aber nicht wirklich wahr. Schnell wird mir meine eigene Überheblichkeit bewusst. Ich ertappe mich dabei, die Menschen und ihr Verhalten zu beurteilen. Sollte der nicht lieber die Bierflasche weglegen und sich auf die Jobsuche machen? Könnte sie nicht ihre dreckige Schürze ablegen und eine saubere Bluse anziehen? Viele Menschen nehme ich nur als Problemfall wahr. Ich sehe nicht den Menschen hinter dem Alkohol und der Armut.

Ich verbrachte einige Stunden mit zwei Obdachlosen auf einer Parkbank. Mir ging es an diesem Tag nicht gut. Da war viel Leere und Sinnlosigkeit in mir. Die beiden luden mich ein, mit ihnen auf der Parkbank ein Bier zu trinken. In der Begegnung mit ihnen spürte ich ein Angenommensein ohne Leistung, eine Einladung zum Daseindürfen mit allem Schwachen und Unbeholfenem in mir – weil sie auch einfach so da waren. Da kam etwas in mir zum Klingen, was nicht machbar ist: eine Einladung zum vorbehaltlosen Leben, zum Ja-Sagen zu dem, was einfach da ist. Ein mir heiliger Boden war entstanden."

Die Teilnehmer werden an verschiedenen Orten und sozialen Brennpunkten in Hannover unterwegs sein. Ein einfacher Lebensstil und die gemeinsame Übernachtung im kirchlichen Gemeindehaus helfen dabei, sich in diesen Tagen der Wirklichkeit am Rand lebender Menschen anzunähern.

Die Gruppe tauscht sich über ihre Erfahrungen aus, sie erhält geistliche Einführungen und Impulse, und die Möglichkeit zu Einzelgesprächen mit einer Begleitperson. Die Tage sind strukturiert durch gemeinsames Gebet, Meditation und Gottesdienst.

Geistliche Begleitung: Sr. Igna Kramp CJ, München

Organisation: Annette Reus, soul side linden

Weitere Informationen: www.soul-side-linden.de

Anmeldung: spätestens am 17. Oktober über info@soul-side-linden.de

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

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