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Sozialtarif gilt ab heute, 1. Oktober

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Mit der Region-S-Karte gibt es das günstige Ticket S

Ab 1. Oktober gibt es das günstige Ticket S für einkommensschwache Menschen in der Region Hannover. Zum Preis eines Einzelfahrscheins können Berechtigte damit den ganzen Tag im jeweils bezahlten Zonenbereich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Voraussetzung ist für Bewohner und Bewohnerinnen der Landeshauptstadt der HannoverAktivPass, Menschen aus den anderen 20 Städten und Gemeinden der Region müssen Inhaber der Region-S-Karte sein. Dieses blaue Kärtchen, das zunächst ein Jahr gültig ist, wird in der zweiten Septemberhälfte an Empfänger sogenannter Transferleistungen verschickt – das sind Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe sowie Asylbewerber und Kriegsopfer. Um die Region-S-Karte als Berechtigungsausweis für das vergünstigte Ticket S zu nutzen, ist zudem zum Preis von vier Euro eine Monatsmarke zu lösen. 

„Uns ist es gelungen, eine Lösung zu realisieren, die vielen einkommensschwachen Menschen das Leben ein bisschen leichter  macht“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau bei der Vorstellung des Ticket S und der Region-S-Karte am Dienstag. „Wer sehr viel fährt und eine Monatscard nutz, wird jetzt nicht auf das Ticket S umsteigen. Aber für alle, die ab und zu die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und dann mehrere Besorgungen an einem Tag miteinander verbinden, ist das ein interessantes Angebot.“ Verkehrsdezernent Dr. Georg Martensen dankte dem Großraum-Verkehr Hannover GVH für die fruchtbare Zusammenarbeit. „Das Ticket S ist eine Neuheit in der Region Hannover. Ich bin froh, das es uns gelungen ist trotz großen Absprachebedarfs den Termin 1. Oktober einzuhalten.“ Eine Prognose zur Entwicklung der Fahrgastzahlen wollte Dr. Martensen noch nicht geben. „Wir werden das natürlich genau beobachten. Wir gehen davon, dass die Einführung dieses Tarifs es Menschen ermöglicht, den ÖPNV zu nutzen, die das vorher nicht konnten.“ Es sei jedoch zu früh, etwas zu Nutzerzahlen zu sagen. Die Region Hannover leistet für jede Monatsmarke, die für vier Euro gekauft wird, einen weiteren eigenen Tarifbeitrag von elf Euro, der direkt an den GVH geht. So sollen mögliche Mindereinnahmen vermieden werden, die den Verkehrsbetrieben durch die Vergünstigung entstehen könnten.

Kategorie: Politik

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