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Jägermeister Rock:Liga – Gruppe A mit The Films, Silversun Pickups, Amusement Parks On Fire

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Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Deutschlands sportlichste Rockveranstaltung wieder auf Tour: Die Jagermeister Rock:Liga startet spielfreudig und spielstark in ihre sechste Saison.

Faust 60er-Jahre Halle – 19.11.2009 EINLASS: 19:00 Uhr / BEGINN: 20:00 Uhr EINTRITT: VVK: 10,- Euro / AK: 13,- Euro

Dabei hat sie erneut eine Mannschaftsaufstellung zu bieten, die das momentan Beste aus den musikalischen Spielfeldern Indie, Rock, Wave, Britpop, Punk und Heavy Rock zu einer unschlagbaren Sturmspitze in Sachen Live-Musik vereint. Ein Ziel eint alle Teams: Sie wollen "Titel jagen mit Gitarren". Nach 2007 gastiert die Gruppe A nun zum zweiten Mal in der 60er-Jahre Halle von Faust. Dem Votum und Applaus einer rasenden Publikumsmenge stellen sich die Indie-Sleaze-Rocker The Films, die Breitwand-Sound-Spezialisten Silversun Pickups und die Dark Britpop- und Feedback-Könige Amusement Parks On Fire.

The Films

The Films

The Films (USA) – Die Auswärts-Spezialisten

Es gibt Teams, die auf des Gegners Platz besonders auftrumpfen, die sich in der Fremde leichter tun, als bei den Heimspielen. Dass es so was auch in der Musik gibt, dafür stehen The Films aus Charleston/South Carolina. Schon zu gemeinsamen Schulzeiten begeisterten sich die vier Buddies an Britpop-Melodien und der sogenannten New Yorker "The Bands"-Schnoddrigkeit und ließen die Bluegrass-Tradition ihrer Heimat konsequent links liegen. So punktet das Quartett heute mit seinen stürmischen Drei-Minuten-Angriffen zu Hause zwar seltener, kann dafür aber auswärts umso mehr abräumen. In Japan sind sie Stars, in Europa tourten sie schon zum Debüt "Don't Dance Rattlesnake" mit den Kooks und Sugarplum Fairy.

Anders gesagt: In Sachen Sixties-Beat und schmissiger Ohrwurm-Refrains spielen The Films bereits in der Premier League. Mit dem zweiten Album "Oh, Scorpio" im Köcher blasen die Amis einmal mehr zur Punktejagd auf fremdem Terrain – heute in Hannover.

www.myspace.com/thefilms

Silversun Pickups

Silversun Pickups

(USA) – Die Zaubermauer

Machen wir ein Spielchen: Welche Eigenschaften müsste der ideale Kicker mitbringen? Geben wir ihm zuerst physische Präsenz. Er ist ein Schrank, an dem die Gegenspieler einfach abprallen. Aber er ist trotzdem auch ein flinker, feiner Techniker. Dann hat er auch einen zielgenauen, scharfen Schuss. Zuletzt: Er ist ein Künstler. Wenn der Gegner noch grätscht, hat er den Ball seinem Mitspieler schon mit einem so federleichten Lupfer in den Lauf gezaubert, dass es wie Poesie auf dem Platz aussieht. Und was hat das mit den Silversun Pickups aus Los Angelezu tun? Ganz einfach: Sie übersetzen tatsächlich federleicht diese Idealfigur in knackigen US-Alternative-Rock.

Die Silversun Pickups sind die Band, die eben noch mit der Wucht einer Abrissbirne daher kam, kurzerhand darauf eine verspielte Sequenz einlegt, zeitgleich einen Hit-Refrain in Richtung Charts abfeuert und sich schließlich in himmlischen Atmosphären ergötzt. Und das war nur der erste Song vom neuen, zweiten Album "Swoon". Keine Frage: Das Quartett um Spielmacher Brian Aubert gewinnt den Schönheitspreis. Und das mit Schmackes! Die Smashing Pumpkins dürfen ruhig schonmal in Deckung gehen.

www.myspace.com/silversunpickups

Amusement Parks On Fire

Amusement Parks On Fire

 (GB) – Die Schönheit des Tacklings

Die Grätsche hat nicht den besten Ruf. Dem Ballzauberer wird immer mehr Bewunderung zugute kommen als dem Abwehrspieler, der ihn von den Beinen holt. Dabei gibt es sie, die Defensivkünstler, bei denen die Grätsche zum ästhetischen Erlebnis wird. Mit perfektem Timing und graziler Körperbeherrschung verstehen sie es, den Ball ohne Foul zu erobern.

Ähnlich geht es in der Musik dem Feedback und dem weißen Rauschen. Für manche ist das nur Krach, doch spätestens seit Jimi Hendrix setzen Gitarristen es gezielt als Kunstgriff ein. Ab Ende der 80er waren es dann die "Shoegaze" (My Bloody Valentine, Ride, etc.), die ganze Skulpturen und Landschaften aus Lärm zu bauen lernten.

Auch Micheal Feerick aus Nottingham ist so ein Whiteout-Bildhauer. Als Kopf der Band Amusement Parks On Fire erschafft er Indie-Popsongs, die inmitten eines himmlischen Radaugewitters donnern, blitzen, schwelen und funkeln. Mehr davon gibt es bald auf ihrem dritten Album, das die Briten für den Herbst angekündigt haben.

www.myspace.com/amusementparksonfire

Der Moderator:

Axel Bosse – Der Stadionsprecher

Bosse wurde im Jahr 1980 nur einen weiten Abstoß entfernt von Wolfenbüttel, der Heimat des Jägermeisters, geboren. Er kennt die Kniffe und Tricks des Rocksports aus eigener Erfahrung, denn er kämpfte in der Saison 2005/06 mit seiner Band selbst um die JägerMeisterschale. Im Februar 2009 veröffentlichte Bosse sein neues Album "Taxi" und tourte damit durch Deutschland. Er ist bekannt für wuchtiges Passspiel und filigrane Technik. Er ist sympathisch und
echt, lebt seine Ecken und Kanten. Axel Bosse ist in dieser Rock:Liga-Saison erneut der Stadionsprecher der Herzen und Schiedsrichter in Personalunion. Er schickt die Bands aufs "Feld" und misst jeweils per Applausometer, wer den Abend für sich entschieden hat.

Achtung: Eintritt nur für Besucher ab 18 Jahren!!!

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