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Schicksalstag der Deutschen – der 9. November

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Veranstaltungsreihe im Freizeitheim Lister Turm, 4. bis 9. November 2009

1918: Historisches Museum Hannover, Revolutions-Rätesitzung in Hannover

1918: Historisches Museum Hannover, Revolutions-Rätesitzung in Hannover

Mittwoch, 4. November 2009

Hintergrund:
9. November 1918 – Novemberrevolution

Matrosen verweigerten den Kriegsdienst. Der Kaiser ging ins Exil. Das Deutsche Reich wurde Republik.

Auftaktprogramm:

Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule haben sich in Hannover auf eine intensive Spurensuche begeben: Gab es auch in unserer Heimatstadt November-Revolutionäre? Was forderten sie? Die Ergebnisse zeigen ein vielschichtiges und hintergründiges Bild der damaligen Situation in Hannover.

Hauptprogramm:

Die letzten Tage der Menschheit – vom Schrecken des Ersten Weltkrieges
Szenische Lesung nach Karl Kraus. Mit Dieter Rupp

Der Erste Weltkrieg gilt in vielen europäischen Ländern noch heute als die Ur-Katastrophe schlechthin. Die Machenschaften, Geschäfte und Lügen des Krieges bringt der Schauspieler und Regisseur Dieter Rupp eindrucksvoll auf die Bühne. Aus dem berühmten Szenenspiel „Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus, das von der Hölle des Ersten Weltkrieges handelt, hat Rupp insgesamt 30 Szenen von unwahrscheinlichen und dennoch realen Vorkommnissen ausgewählt, die das Publikum zum intensiven Nachdenken über den Wahnsinn und die Unmenschlichkeit des Krieges anregen sollen. Eine außergewöhnliche szenische Lesung, die nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 3 Euro

Ort: Freizeitheim Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover

 

Samstag, 7. November 2009

Hintergrund:
9. November 1923 – Putschversuch der NSDAP

Der Versuch Hitlers und Ludendorffs, die Macht im Deutschen Reich gewaltsam zu übernehmen, scheiterte.

Auftaktprogramm:

In seinen Schriften und Reden verband Adolf Hitler seine religiösen Anschauungen vor allem mit antijüdischen Parolen. Mit Zitaten sollen gegensätzliche Positionen der damaligen Zeit vergegenwärtigt und in Erinnerung gerufen werden.

Hauptprogramm:

„Das Wort der Kirche ist nicht gekommen!" – die evangelische Kirche im Nationalsozialismus

Vortrag und Diskussion mit Dr. Heinrich Grosse, ehem. Pastor der Ev. Landeskirche Hannover

Trotz des gescheiterten Hitler-Putsches von 1923 nahm das Unheil in der Deutschen Geschichte seinen Lauf. Wie konnten sich eine menschenverachtende Ideologie, die zunehmende Verfolgung und anschließende Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen in Gegenwart der Kirchen entwickeln und tatsächlich geschehen? Dr. Heinrich Grosse, Pastor der Evangelischen Landeskirche Hannover im Ruhestand, referiert über die Rolle der evangelischen Kirche zwischen Anpassung, Angst und Widerstand. Ein aufschlussreicher, kritischer und dringlicher Rückblick auf eine unheilvolle Zeit. Dem Vortrag schließt sich ein offenes Gespräch an.

Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 3 Euro

Ort: Freizeitheim Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover


 

1938: Historisches Museum Hannover, copyright W. Hausschild Archiv, Brand Jüdische Synagoge in der Calenberger Neustadt / Bergstraße

1938: Historisches Museum Hannover, copyright W. Hausschild Archiv, Brand Jüdische Synagoge in der Calenberger Neustadt / Bergstraße

Sonntag, 8. November 2009

Hintergrund:
9. November 1938 – Reichspogromnacht

Die Tyrannisierung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger erreichte ihren ersten, traurigen Höhepunkt. Es sollte noch viel schlimmer kommen.

Auftaktprogramm:

Schülerinnen und Schüler der IGS List haben versucht, die Situation der Jugendlichen im Nationalsozialismus nachzuempfinden. Ihre Erfahrungen veranschaulichen sie mit in einer abwechslungsreichen Theater-, Kunst- und Filmpräsentation.

Hauptprogramm:

Das verratene Selbst – ein humorvoll-ernsthafter Beitrag zum Weltfrieden
Maskentheater von Ralf-Peter Post

„Zu Hass, Gewalt und Krieg kann es kommen, wenn man sich selbst verrät, indem man einer

Ideologie verfällt, die der eigenen Persönlichkeit widerspricht". Der Figuren- und Maskenkünstler Ralf-Peter Post hat Aussagen des berühmten Schriftstellers und Psychoanalytikers Arno Gruen in einer Collage aus Maskentheater und filmischen Szenen verarbeitet und zusammengeführt. Im Mittelpunkt dieser Aufführung stehen Verfolgung und Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein derart brisantes Thema humorvoll zu behandeln und gleichzeitig das Ungeheuerliche zu dokumentieren, erfordert großen menschlichen wie künstlerischen Mut. Ralf-Peter Post ist die Auseinandersetzung mit dem Unfassbaren auf außergewöhnliche Art und Weise gelungen.

Beginn: 15 Uhr
Eintritt: 3 Euro

Ort: Freizeitheim Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover


Montag, 9. November 2009

Hintergrund:
9. November 1989 – Mauerfall

Massive Demonstrationen in der DDR führten zum Ende der Teilung Deutschlands. Die DDR schloss sich der BRD an.

Auftaktprogramm:

Was haben Bau und Fall der Mauer für die Menschen bedeutet? Dieser Frage sind Schülerinnen und Schüler der IGS Linden nachgegangen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einer vielschichtigen szenischen Darstellung.

Hauptprogramm:

Das erste Mal den Fuß im Drüben

Lesebühne zum Thema Mauerfall. Mit Christina Haubold, Henning Chadde, Klaus Urban, Jan Egge Sedelies und Hauke Voß. Moderation: Jörg Smotlacha Umbrüche, Veränderungen, Neuanfänge – Lebens- und Ortswechsel. Der Mauerfall hat auch im Bewusstsein einer ganzen Schriftsteller-Generation tiefe Spuren hinterlassen.

Fünf hannoversche Autorinnen und Autoren geben im Rahmen einer gemeinsamen Lesebühne Auskunft über ihre Eindrücke und Erfahrungen zum Tag des Mauerfalls und zur Wendezeit um den 9. November 1989 – von hintergründig pointiert und sympathisch nachdenklich bis augenzwinkernd neugierig und ziemlich gelassen.

Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 3 Euro

Ort: Freizeitheim Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover


 

langeleine media
Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover

Förderverein Lister Turm e.V.
Walderseestraße 100, 30177 Hannover
 

 

 

 

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