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Hannover-Aktiv-Pass: Sealife und fairkauf machen mit

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Gut einen Monat nach der Einführung des Hannover-Aktiv-Passes am 1. September verzeichnet die Stadt eine positive Resonanz auf das neue Angebot . auf Seite der "KundInnen" aber auch bei den "Anbietenden": Zahlreiche gemeinnützige Kultur- und Freizeitveranstalter, zunehmend aber auch private Einrichtungen entschließen sich, Aktiv-Pass-Inhaber-Innen Rabatte und Ermäßigungen einzuräumen.

Aktuell freut sich Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter zum Beispiel über das Engagement von Sea Life Hannover: "Die deutlichen Ermäßigungen sind eine schöne Geste, zumal Sea Life den Ausfall an Einnahmen selbst trägt." Das tropische Aquarium in den Herrenhäuser Gärten hat seine Eintrittspreise für Aktiv-Pass-InhaberInnen mehr als halbiert. So zahlen Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren 4,50 Euro statt 9,95 Euro, Kinder über 14 Jahre 6 Euro statt 13,95 Euro.

"Wir haben schon lange nach einem Weg gesucht, finanziell weniger gut gestellten Menschen einen Besuch in unserem Aquarium zu erleichtern. Der Hannover-Aktiv-Pass bietet hier eine ideale Möglichkeit", sagt der General-Manager von Sea Life Dirk Neidhart.

Auch fairKauf in der City und das "fairkaufs-Lager" im Großen Kolonnenweg machen mit und geben bei Vorlage des Passes künftig fünf Prozent Rabatt auf ihre sowieso schon günstigen Preise. Den Einnahmeausfall trägt fairkauf als gemeinnützige Organisation selbst. Dies haben fairKauf-Leiter Reinhold Fahlbusch und Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter vereinbart.

"FairKauf begrüßt den Hannover-Aktiv-Pass. Diese Initiative der Landeshauptstadt Hannover verfolgt das gleiche Ziel wie fairKauf: Linderung der Folgen wirtschaftlicher Schwäche", so Reinhold Fahlbusch.

"Die zunehmende Resonanz jetzt auch privater Anbieter macht deutlich, dass wir auf gutem Weg sind, die mit der Einführung des Hannover-Aktiv-Passes verbundenen Ziele zu erreichen: Nämlich die Lebensbedingungen einkommensarmer Menschen in Hannover ein wenig zu erleichtern sowie Anbieter und Einrichtungen zur Solidarität zu ermuntern," zieht Walter als erste Bilanz.

Den Hannover-Aktiv-Pass haben Anfang September rund 75.000 Menschen in der Stadt Hannover per Post erhalten. Voraussetzung ist der Bezug von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehungsweise Grundsicherung.

Bei Vorlage des Passes ermäßigen viele Anbieter und Einrichtungen wie Museen, Theater, Bäder und Bildungsinstitute, allen voran die Volkshochschule Hannover, und andere ihre Gebühren oder Eintrittspreise.
Für Kinder und Jugendliche können Sportvereinsbeiträge übernommen werden. Gerade diese Regelung wird – das ist inzwischen absehbar – stark in Anspruch genommen.
Die Stadt kann gemeinnützigen Anbietern die Einnahmeausfälle erstatten, wenn die Vergünstigungen mit Blick auf den Hannover-Aktiv-Pass neu eingeführt werden. Der Rat der Stadt hatte im Juni einen entsprechenden Beschluss gefasst und schon vorher Mittel dafür im Haushalt 2010 bereitgestellt.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.hannoveraktivpass.de

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