Bildung
Schreibe einen Kommentar

Hannah Arendt Lectures 2009: vierter Vortrag zum Thema „Welthunger durch Weltwirtschaft“

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Die öffentliche Vortragsreihe Hannah Arendt Lectures in der zentralen Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, begleitet seit 2004 die Hannah-Arendt-Tage und knüpft inhaltlich an die jährliche Veranstaltung im Rathaus an.

Nach Vorträgen von Prof. Dr. Detlef Horster, Dr. Norbert Anwander und Dr. Corinna Mieth geht es am Mittwoch (21. Oktober) weiter mit Prof. Dr. Hermann Waibel. Er spricht um 18 Uhr zu "Armut und Landwirtschaft in der Dritten Welt".

Hermann Waibel ist Professor für Entwicklungs- und Agrarökonomik an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Vor seiner Berufung nach Hannover im Jahr 1994 war er Lehrstuhlvertreter am Institut für Agrarökonomie der Universität Göttingen und davor insgesamt zehn Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit in Südostasien, unter anderem am Asian Institute of Technology (AIT) in Thailand und bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz). In zahlreichen Einsätzen in Asien und Afrika war er als Berater der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen unterwegs. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Landwirtschaft, natürliche Ressourcen und Ernährungssicherung in der Dritten Welt. Seine jüngste Buchveröffentlichung auf diesem Gebiet ist "International Research on Natural Resource Management: Advances in Impact Assessement" (2007). Waibel ist Sprecher der DFG Forschungsgruppe 756, in der es um die Erforschung von Auswirkungen politischer, ökologischer und wirtschaftlicher Schocks auf die Armut in ländlichen Gebieten in Vietnam und Thailand geht.

Zum Vortrag: Die im vergangenen Jahr erfahrene Preiskrise bei Nahrungsmitteln hat der Welt die Malthus’schen Thesen über die Begrenztheit der Nahrungsmittelversorgung einer weiter wachsenden Weltbevölkerung wieder ins Bewusstsein gerückt. Die fortschreitende Degradierung der natürlichen Ökosysteme gefährdet die Grundlage des notwendigen Produktivitätsfortschrittes in der Landwirtschaft in der Dritten Welt. Im Vortrag werden sowohl der Zustand der Landwirtschaft in Entwicklungsländern zusammenfassend dargestellt als auch Möglichkeiten einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung aufgezeigt. Darüber hinaus wird auf die institutionellen Vorraussetzungen für einen positiven Beitrag zur Armutsreduzierung landwirtschaftlicher und ländlicher Entwicklung eingegangen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Besuch des Hannah-Arendt-Raumes der Stadtbibliothek. Bücher von und zu Hannah Arendt können am Büchertisch der Buchhandlung Lehmanns erworben werden.

Die Hannah Arendt Lectures finden statt im Rahmen des Projektes "Wissenschaft trifft Politik – Politik trifft Wissenschaft" der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover. In Anlehnung an Hannah
Arendts Werk werden Zukunftsfragen der Gesellschaft erörtert. Das Projekt wird gefördert von der VolkswagenStiftung. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.hannah-arendt-hannover.de.

Kategorie: Bildung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.