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Hochwasserschutz in Kirchrode: Letztes Teilstück Büntegraben wird naturnah ausgebaut

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Die Stadtentwässerung baut das letzte Teilstück des Büntegrabens östlich der Bemeroder Straße in den kommenden Wochen naturnah aus. Auf einer 290 Meter langen und 15 Meter breiten Parzelle erhält der Graben ein leicht verschwenktes Profil. Aufweitungen des Gewässerquerschnitts, abgeflachte Böschungen und eine Bepflanzung mit heimischen Gehölzen sollen Grundlagen für eine natürliche und eigendynamische Entwicklung schaffen. Nach Abschluss der Arbeiten im Januar 2010 wird der Büntegraben auf der gesamten Länge von rund einem Kilometer renaturiert und das Konzept für den vorbeugenden Hochwasserschutz in Kirchrode abschließend umgesetzt sein.

Die umfangreichen Maßnahmen mit Renaturierung und Bau von Regenrückhaltebecken waren erforderlich, da der Büntegraben über ein Regenwasserkanalnetz das Niederschlagswasser aus Kirchrode aufnimmt und es anschließend über den Landwehrgraben in die Leine ableitet. Neue Baugebiete und eine sich daraus ergebende fortschreitende Flächenversiegelung haben dazu geführt, dass das Regenwasserkanalnetz und die 'Vorfluter' Büntegraben und Landwehrgraben das anfallende
Niederschlagswasser nicht mehr ausreichend abführen konnten. Für einen besseren Hochwasserschutz mussten deshalb der Büntegraben naturnah ausgebaut sowie Rückhaltebecken angelegt werden. Damit stehen für Regenwasser größere Auffangflächen zur Verfügung, um unter anderem auch Hochwasserspitzen besser abfangen zu können.

Im Rahmen des Konzepts hat die Stadtentwässerung im vergangenen Jahr das Regenrückhaltebecken Lange-Hop-Straße (820 Kubikmeter) angelegt. Es folgte der Bau des Rückhaltebeckens Büntewiesen direkt am Auslauf des Büntegrabens mit einem Rückhaltevolumen von 5.800 Kubikmetern. Der Ausbau als Trockenbecken ermöglicht auch weiterhin eine Beweidung durch Tiere der Tierärztlichen Hochschule. Einhergehend mit dem Bau der Regenrückhaltung wurde der Büntegraben über 670 Meter naturnah ausgebaut und im Frühjahr 2009 fertig gestellt.

Zeitgleich erhielt die Entwässerung durch den Kanalumschluss im Bereich der Ostfeldstraße eine direkte Anbindung an das neu gebaute Rückhaltebecken Brabeckstraße (300 Kubikmeter). Von hier aus wird das Regenwasser zukünftig gedrosselt in das Kanalnetz in Richtung Büntegraben abgeleitet.

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