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Die legendäre Fannystraße und die Butjerfeste

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Butjer Fest

Butjer Fest

Jour fixe zur Lindener Geschichte:

Veranstaltungsreihe von Quartier e.V., Otto-Brenner-Akademie, Kulturzentrum FAUST in der Warenannahme im Kulturzentrum FAUST, Zur Bettfedernfabrik 3

Thema am Montag, den 2. November 2009, 18 Uhr
„Die legendäre Fannystraße und die Butjerfeste“

Kurzfilm und Vorträge von Jonny Peter und Ruth Schwake

Die Fannystraße ist legendär. Und nicht mehr vorhanden. Dabei wurde sie als eine der ersten Wohnstraßen in Linden-Nord ab ca. 1850 angelegt. Vor allem bestand sie aus Häusern für die MitarbeiterInnen der Textilindustrie, die an der Ihme mit der Mechanischen Weberei und der Hannov. Baumwollspinnerei neben der Metallindustrie (etwa Hanomag) zu den wichtigsten Industriezweigen Lindens zählte.

In den kleinen Wohnungen der Fannystraße lebten immer arme Leute. Sie wurden oft sogar vom Rest Lindens ausgegrenzt, entwickelten aber vielleicht gerade deshalb nach und nach eine eigene Kultur des Zusammenlebens. Dazu gehörten auch die Fannystraßen-Schützenfeste für die kleinen Butjer aus der Fanny- und Mathildenstraße. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Tradition weiter geführt und in den 70er Jahren vom Freizeitheim Linden dann als Butjerfest bis vor wenigen Jahren als zentrales Lindener Stadtteilfest veranstaltet.

Die Häuser der Fannystraße wurden Ende der 1960er Jahre von einer großen Versicherung aufgekauft, gegen den Willen und z.T. Widerstand der Bewohner leer geräumt – die Bewohner wurden in die neuen Hochhausgebiete in Garbsen-Havelse umgesiedelt – und dann abgerissen. Die Straße ist völlig verschwunden. Hier stehen heute die sog. „Toblerone-Häuser“, die Hochhäuser an der Limmerstraße zwischen Fortuna- und Mathildenstraße.

Unser nächster Jour fixe-Termin ist danach:

Montag, 7.12. um 18 Uhr:
Filmvorführung „Linden ein Arbeiterlied“ von Winfried Wallat und Wolfgang Jost mit einer Einführung von Egon Kuhn

Kategorie: Veranstaltungen

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