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Medizinische Beratungsstellen für Kinderschutz eröffnet

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Sprechstunden in Hannover, Burgdorf, Garbsen, Gehrden und Laatzen

Kindesmisshandlung oder -vernachlässigung sind oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, selbst kleine Anzeichen richtig zu deuten und im Ernstfall schnell zu handeln. Speziell qualifizierte Kinder- und Jugendärztinnen der Region Hannover bieten ab sofort in Hannover, Burgdorf, Garbsen, Gehrden und Laatzen medizinische Beratungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an. Am Dienstag (27.10.) wurden die Beratungsstellen zentral im Haus der Region in Hannover eröffnet.

„Die Beratungsstellen sind ein wichtiger Schritt in Richtung effektiver Kinderschutz, da sie bei Misshandlungen optimale und individuelle Hilfe leisten“, sagte Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region Hannover. Ein wesentlicher Bestandteil des Angebots sei die Vernetzung mit anderen Institutionen. „Wir wollen eng mit Ärzten, Kinderkliniken, der Rechtsmedizin und sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten, damit die Kinder nach der Diagnose schnell und punktgenau medizinisch versorgt werden können“, so Bach.

Die Sprechstunden stehen allen offen, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Lehrkräfte und Tagespflegepersonen, Hebammen und Kinderärzten oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kommunalen sozialen Diensten können sich an die pädiatrischen Fachkräfte wenden, wenn sie den Verdacht haben, dass ein Kind Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. In den Beratungsstellen wird die akute Gefährdung abgeschätzt – durch Befragung zur bisherigen Entwicklung und familiären Situation, durch körperliche Untersuchungen, durch Einholen ärztlicher Vorbefunde. Vorrangig kümmern sich die Mitarbeiterinnen um Kleinkinder bis drei Jahre, bei denen eine Misshandlung schwer zu erkennen ist.

Ein weiterer wesentlicher Baustein des Konzepts der Beratungsstellen ist die Nachsorge. „Gerade wenn vernachlässigte oder verletzte Kinder aus einer Klinik kommen, werden sie in ihrem alten Umfeld oft allein gelassen“, sagte Dr. Cornelia Ehrhardt, Leiterin des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover. „Aus diesem Grund bieten wir zu ihrem Schutz eine sozialpädiatrische Nachsorge an, mit der wir eine wiederholte Kindeswohlgefährdung sofort erkennen und somit unmittelbar handeln können“, so Dr. Ehrhardt.

Zwölf Ärztinnen und Assistentinnen des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover stehen ab sofort an sechs Standorten für die kostenlose medizinische Beratung beim Verdacht von Kindesmisshandlungen zu Verfügung:

Sprechstunden nach Terminvereinbarung:

  • 30177 Hannover, Podbielskistr. 162, Telefon: 0511/30033841, Fax: 0511/30033850
  • 30519 Hannover, Peinerstr. 7b, Telefon: 0511/168 49144, Fax: 0511/168 490999
  • 30880 Laatzen, Sudewiesenstr. 2, Telefon: 0511/9838616, Fax: 0511/ 9838620
  • 31303 Burgdorf, Schillerslagerstr. 38, Telefon: 05136/887167, Fax: 05136/887150
  • 30823 Garbsen, Skorpiongasse 33, Telefon: 05137/70 33 41, Fax: 05137 703345
  • 30989 Gehrden, Hüttenstr. 2, Telefon: 05108/9127 11, Fax 05108/9127 29
  • Zusätzlich: Team Sozialmedizin und Behindertenberatung, 30177 Hannover, Podbielskistr. 156 A, Telefon: 0511//300334-13, Fax: 0511/300334-35

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