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Neue Landmarken am Pferdeturm

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Der städtebauliche Ideenwettbewerb für die Erweiterung des hochwertigen Bürostandorts an der Hans-Böckler-Allee ist entschieden: Das ehemalige AOK-Haus südlich der Hans-Böckler-Allee (Fläche A) soll auf den vorhandenen 18.000 Quadratmetern durch eine siebengeschossige Gebäudegruppe einschließlich eines Parkhauses für etwa 500 Fahrzeuge ersetzt werden. Die Lösung für das 19.000 Quadratmeter große städtische Areal auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Fläche B) sieht vier- bis siebengeschossige Bürogebäude mit rötlicher Ziegelfassade vor, aus denen ein 54 Meter hohes Bürohaus hervorragt. Die Planungsbüros KSP Engel und Zimmermann Architekten aus Braunschweig (Fläche A) und Léon Wohlhage Wernik aus Berlin (Fläche B) haben mit ihren Entwürfen für die Bebauung der Flächen westlich der Pferdeturmkreuzung die ersten Preise gewonnen. Alle zehn Entwürfe sind bis zum 24. November im Rahmen einer Ausstellung in der Bauverwaltung zu sehen.

"Die beiden Grundstücke haben für die städtebauliche Entwicklung des dortigen Bürostandortes eine zentrale Bedeutung", erörterte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der heutigen Präsentation der Ergebnisse. "Deshalb freue ich mich, dass die beiden prämierten Entwürfe auch zusammen sehr stimmig wirken. Sie erzeugen eine gelungene städtebauliche Lösung für den Gesamtraum", führte der Baudezernent aus. Auch Bernd Rathenow ist über den Entwurf für die der bauwo Grundstücks AG gehörende südliche Fläche zufrieden: "Ich bin froh, dass wir für dieses verkehrlich hervorragend angebundene Grundstück eine Lösung gefunden haben, die alle Ansprüche einer Großstadt erfüllt", so der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

Ein wichtiges Ziel des Wettbewerbs waren städtebauliche Vorschläge, die den östlichen Endpunkt der Hans-Böckler-Allee so definieren, dass er als Landmarke am Messeschnellweg wirkt und den Übergang in die östlichen Stadtteile Kleefeld und Kirchrode vermittelt. Die Wettbewerbsjury hat ihre Empfehlungen unter dem Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten (Dortmund) einstimmig beschlossen. Das Preisgericht komplettierten die Berliner Architektin Julia Tophof, Bernd Rathenow, Vorstandsvorsitzender der bauwo Grundstücks AG, Matthias Herter, Vorstand der meravis Wohnungsbaugesellschaft, Jens Seidel, Vorsitzender des städtischen Bauausschusses und Stadtbaurat Uwe Bodemann. An dem Wettbewerb haben zehn eingeladene Büros aus Hannover, Braunschweig, Hamburg, Frankfurt und Berlin teilgenommen.

Der gesamtplanerische Ansatz des Büros KSP Engel und Zimmermann, die Hans-Böckler-Allee räumlich zu fassen und ihr im Nahbereich der Pferdeturmkreuzung eine zusätzliche Einengung durch einen Hochpunkt im nordöstlichen Eckbereich zu geben, wurde von der Jury als nachvollziehbar gewertet. Die Vorflächen zu beiden Seiten der Straße erzeugen nach Meinung der Experten "wohl proportionierte räumliche Situationen mit differenzierter Adressbildung." Insbesondere die städtebauliche Konstellation auf der Südfläche erzeuge positive Wirkungen im Straßenverlauf. Wenngleich das System der sich übergreifenden "Bürowinkel" im Süden im Einzelfall zu Einschränkungen der Belichtungen führe, werde die Verteilung der Baumassen und deren Erschließungen als "günstige Setzung für die anstehende Projektentwicklung" gewertet.

Der Vorschlag des Büro Léon Wohlhage und Wernik wurde von der Jury als "richtig positioniert und gut proportioniert" bewertet. Er erhalte sein eigenes Vorfeld und trete in eine gute Korrespondenz zum CTH-Tower auf der Südseite der Hans-Böckler-Allee. "Der Turm in seiner Lage und die Plastizität der Baukomplexe vermeiden die Torwirkung am
Übergang von der äußeren zur inneren Stadt und treten nicht in Konkurrenz zu der Blickachse der Petrikirche in Kleefeld", heißt es weiter in der Beurteilung.

Die Ausstellung aller Entwürfe im ersten Obergeschoss der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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