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Gesundheitsplenum will Menschen auf die Beine bringen

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Gesundheitsplenum will Menschen auf die Beine bringen

Erhöhung der Impfquote, Bewegungsförderung und Bündnis gegen Depressionen – das sind die drei Themenfelder, die sich das Gesundheitsplenum auf die Fahnen geschrieben hat. Der Zusammenschluss örtlicher Akteure aus dem Gesundheitsbereich hat sich Ende 2007 gegründet. Am Mittwoch stellte er erste Ergebnisse vor.

„Die demografische Entwicklung der Bevölkerung in Niedersachsen bringt neben der erhöhten Lebenserwartung auch ein erhöhtes Maß an Krankheitsrisiken“, sagte Dr. Udo Niedergerke, designierter Vorsitzender des Gesundheitsplenums. Umso wichtiger sei der Aspekt der Prävention. „Unser Ziel ist es, im Gesundheitsplenum Fachleute aus den unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsvorsorge und –versorgung zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, ergänzte Dr. Hans-Bernhard Behrends, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover und Initiator des Plenums. In dem Gremium sind sowohl Ärzte, Apotheker, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Selbsthilfeorganisationen als auch die Krankenkassen und der Regionssportbund vertreten.

Ein Anliegen ist die Förderung der Bewegung von 50- bis 70-Jährigen. Wer sich regelmäßig bewegt, beugt zahlreichen Gesundheitsrisiken wie Heiz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Adipositas und Rückenschmerzen vor. Sportvereine und Ärzte sollen hier künftig an einem Strang ziehen. So sei denkbar, dass Vereine im Wartezimmer Informationsmaterial auslegen, sagte Wilfried Baxmann, Vorsitzender des Regionssportbunds. Hausärzte sollen das Problem der Bewegungsarmut bei gefährdeten Patienten gezielt ansprechen. Geplant ist, eine Übersicht über Sportangebote in der Region zu schaffen, um Patienten darauf hinweisen und beraten zu können. Gleichzeitig sollen Hausärzte über Möglichkeiten informiert werden, sportmedizinische Untersuchungen mit den Krankenkassen abzurechnen.

Zu den Zivilisationskrankheiten zählen auch Depressionen. Nach Schätzung von Experten leiden circa 400.000 Menschen allein in Niedersachsen darunter. Und nach wie vor handelt es sich um ein Tabuthema. Auf Initiative der Selbsthilfe unterstützt das Gesundheitsplenum die Gründung eines Bündnisses gegen Depressionen, indem sich an der Kernarbeitsgruppe des Bündnisses künftig auch Krankenkassen und Kammern beteiligen, um dem Thema auf breiter Front zu begegnen. Dies ist ein erster sichtbarer Erfolg des jungen Gesundheitsplenums.

Drittes Ziel im Gesundheitsplenum ist die Erhöhung der Impfquote. Etwa die Hälfte der Erwachsenen in Niedersachsen hat keinen ausreichenden Impfschutz etwa gegen Diphterie, Tetanus und Pneumokokken. Der Grund: Vergesslichkeit und/oder fehlendes Risikobewußtsein. Viele Erwachsene denken nicht daran, ihren Impfschutz regelmäßig aufzufrischen. Das Gesundheitsplenum möchte sich deshalb mit Info-Aktionen sowohl an Patienten als auch an Ärzte wenden, um das Problem ins Bewusstsein zu rufen.

Zum Gesundheitsplenum gehören folgende Institutionen und Organisationen: Ärztekammer Niedersachsen, Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Apothekerkammer Niedersachsen, Zahnärztekammer Niedersachsen, Kassenzahnärztliche Vereinigung Niedersachsen, Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, die Krankenkassen AOK, enercity BKK, Techniker Krankenkasse, Barmer Ersatzkasse sowie KKH, die Selbsthilfeorganisation KIBIS, die Verbraucherzentrale und der Regionssportbund Hannover

PM: Region Hannover

 

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