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Netzwerk ALBuM erhält Förderung in Höhe von 700.000 Euro

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Netzwerk ALBuM erhält Förderung in Höhe von 700.000 Euro aus Bundesprogramm „XENOS – Integration und Vielfalt“

Das Netzwerk ALBuM (Arbeiten – Lernen – Beraten mit und für Menschen mit Migrationshintergrund) hat sich erfolgreich an einer Ausschreibung im Bundesprogramm "XENOS – Integration und Vielfalt" beteiligt. Das Programm fördert bundesweit rund 260 Projekte, die mit verschiedenen Ansätzen Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenwirken wollen.

ALBuM wurde aus diesem Programm eine Fördersumme von 700.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds bewilligt. Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann hat heute (18. November) die Einzelheiten der Förderung im Rahmen eines Pressegespräches vorgestellt. "Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, diese hohe Fördersumme zu akquirieren. Mit diesen Mitteln können wir in den kommenden drei Jahren zusammen mit unseren Partnern daran arbeiten, die Potenziale der Vielfalt in dieser Stadt für die Stadtgesellschaft und für den Wirtschaftsraum Hannover nutzbar zu machen und einen gemeinsamen Lernprozess von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu fördern", so Drevermann.

Das Netzwerk ALBuM hat in vier Handlungsfeldern die Arbeit aufgenommen. Eines davon ist der Übergang von der Schule in den Beruf. Projektpartner dieses Teilprojektes sind der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB e.V.), der Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer (BTEU e.V.) und die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen.

Der VNB e.V. bietet SchülerInnen der Jahrgänge acht bis zehn zur praktischen Orientierung bei der Berufswahl einen "Berufsparcours" an den Schulen an. Die Jugendlichen erhalten in kurzer Zeit einen Einblick in eine Vielzahl von Berufen und können in Arbeitsproben eigene Talente und Fähigkeiten entdecken.
Der BTEU e.V. erleichtert Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt und unterstützt sie während der Ausbildung mit einem Ausbildungscoaching. Ziel ist, Unternehmen mit geeigneten BewerberInnen zusammenzubringen, dabei werden Betriebe, Auszubildende und die Familien der Auszubildenden in den Prozess eingebunden.
Die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben fördert interkulturelle Kompetenzen in der beruflichen Praxis durch Training und Weiterbildung und veranstaltet von April bis Dezember 2010 Workshopnachmittage für Leh-rerInnen zu interkulturellem Handeln im Schulalltag. Alle Angebote sind für die TeilnehmerInnen kostenlos.

Die drei weiteren Handlungsfelder sind:

– Aufsuchende Bildungsarbeit in Linden, die mit niedrigschwelligen Angeboten MigrantInnen die gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und einen Weg in das Bildungssystem (Schule, Erwachsenenbildung) eröffnet. Projektträger ist Kargah e.V.

– Stärkung des Selbsthilfepotenzials von Migrantenorganisationen durch Seminare zu Themen wie Finanzen, Kommunikation, Recht und Politik für Personen, die in Migran-tenorganisationen und Vereinen aktiv sind. Projektträger sind die Arbeitsgemeinschaft für Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (AMFN e.V.) und der VNB e.V.

– Training für MultiplikatorInnen im Lehramt, in Kindertageseinrichtungen, Job-Centern und anderen beratenden Einrichtungen. Projektträger sind der Bildungsverein e.V., Arkadaº e.V. und die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover.

Die Projekte laufen über drei Jahre bis April 2012. Das Gesamtvolumen beträgt rund eine Million Euro.

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