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Starke Tigers ziehen Bayern die Lederhosen aus

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ubc-tigers„Willkommen zum „Novemberfest"" – Mit diesem Bannerspruch machten die Fans der UBC Tigers Hannover (2. Basketball Bundesliga ProA) dem FC Bayern München in den letzten Minuten deutlich, welches Team im Spiel am letzten Samstag die „Lederhosen" anhatte. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Björn Schoo (erste Diagnose: Kapselriss im rechten Mittelfuß) und anderen angeschlagenen Spielern, bissen sich die Tigers durch und holten vor 1869 Zuschauern mit einem souveränen 83:67 (36:36) den vierten Heimsieg in Folge. Durch diesen Erfolg überholten die Tigers die Münchner in der Tabelle und rückten auf den siebten Platz vor. Herausragen konnte auf hannoveraner Seite Mannschaftskapitän David Arigbabu mit 22 Punkten. Für die Münchner erzielte Center Robert Maras 23 Punkte.

„Heute müssen wir als Team noch enger zusammenrücken" – dies war die Vorgabe von UBC-Trainer Mahmut Ataman vor dem Spiel angesichts der Personalsituation seiner Tigers. Einige Spieler hatten in der vergangenen Woche nur eingeschränkt bzw. überhaupt nicht trainiert. Dennoch bissen alle tapfer ihre Tigerzähne zusammen und nahmen sich Coach Atamans Vorgabe zu Herzen. Dies galt vor allem für Jan-Peter Prasuhn, der trotz eines Magen-Darm-Effektes gleich von Anfang an spielte.

Die Bayern hatten zu Saisonbeginn noch das Ziel „Aufstieg" ausgegeben und unter dem neuen Trainer Michael Schwarz zuletzt vier Siege in Folge geholt. Dass die Tigers ihnen ebenbürtig waren, wurde dennoch gleich von Spielbeginn an deutlich. Mit hoher Intensität erzeugten die Tigers in der Verteidigung Druck und spielten konsequent und erfolgreicher als die Gäste ihre Angriffe zu Ende. Die logische Konsequenz zum Ende des ersten Viertels: 24:19-Führung. Die Münchner, die von einigen mitgereisten Fans unterstützt wurden, wollten sich allerdings keine Blöße geben. Kurz vor der Halbzeit schafften sie es, unter anderem durch einen sehr starken Robert Maras, den Spieß umzudrehen (33:36). Mit der Halbzeitsirene traf UBCs Emmanuel Holloway jedoch mit einem spektakulären Dreier zum Ausgleich. Halbzeitstand: 36:36.

Einigen Zuschauern kam die viertelstündige Pause aufgrund des temporeichen und spannenden Spiels gelegen und einem Mann ganz besonders: Sebastian Steinbrink traf beim Easydisplay Halfcourt-Shot von der Mittellinie und knackte somit den 300 €-Jackpot. Der junge Mann ließ sich von den laut applaudierenden Zuschauern feiern und nahm mit einem breitem Lächeln den Scheck in Höhe von 300 € von Event-Manager Oliver Jokisch entgegen.   

In der zweiten Hälfte ließ sich ein Tiger von dieser Treffsicherheit besonders anstecken: Mannschaftskapitän David Arigbabu drehte sowohl defensiv als auch offensiv gegen die Münchner so richtig auf, übernahm in entscheidenden Momenten Verantwortung und zog dadurch seine Teamkameraden mit. Zwei von zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen und ein krachender Dunking waren bei Arigbabus Leistung das „i-Tüpfelchen". Kurios: Durch die zwei erfolgreichen Dreier steht der Tigers-Kapitän in der Scorer-Liste für Dreierschützen in der 2. Liga ProA auch weiterhin an erster Stelle. Mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung (60:50) ging der UBC schließlich ins letzte Viertel. Dort ließ man sich nicht mehr die „Butter vom Brot" nehmen und baute die Führung unter dem Jubel der knapp 1700 Zuschauer bis zum Spielende (83:67) auf 16 Punkte aus.   

Wer unter den UBC-Fans das nächste Heimspiel kaum erwarten kann, darf sich auf den 09. Dezember freuen: Zur nächsten Runde im DBB-Pokal erwarten die Tigers den Ligakonkurrenten Kirchheim Knights (19.30 Uhr, IGS-Linden). Tickets kosten €10 Normal, €7 Ermässigt und €5 für Dauerkarteninhaber.

Vor diesem wichtigen Pokalspiel geht's für die Tigers am kommenden Wochenende zum Tabellenfünften BV Chemnitz 99. 

Für den UBC spielten:

Holloway (17 Punkte), Slack (9), Mangold (10), Eisenblätter, Prasuhn (2), Arigbabu (22), Jones (15), Moten (8). (spk)

Weitere Infos unter www.ubctigers.de

Kategorie: Sport

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