Politik
Schreibe einen Kommentar

„Hannover City 2020+“: 30 Teams planen künftiges Aussehen der Innenstadt

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Der europaweite städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb "Hannover City 2020+" hat begonnen. Bis zum 9. Februar erarbeiten 30 Planungsteams von ArchitektInnen sowie Stadt- und LandschaftsplanerInnen Gestaltungsentwürfe für die vier festgelegten Interventionsorte in Hannovers Innenstadt. Diese sind: Leibnizufer/Hohes Ufer/Waterlooplatz, Klagesmarkt, Marstall und Köbelinger Markt/Friedrichswall/Trammplatz. An dem Wettbewerb nehmen Büros aus Hannover, zahlreichen deutschen Städten sowie aus Barcelona, Edinburgh, Rotterdam, Wien und Zürich teil. 15 Büros waren von vornherein zu dem mit insgesamt 156.000 Euro dotierten Wettbewerb eingeladen worden. Für die verbliebenen 15 Plätze bewarben sich über 50 Planungsteams.

Uwe Bodemann hat hohe Erwartungen an diesen Wettbewerb: "Hannover City 2020+" hat sich zum Ziel gesetzt, die innere Stadt zu präzisieren. Es geht darum, ein Konzept zu entwerfen, das die Bild- und Identitätswirkung der City Hannovers verstärkt", so der Stadtbaurat. "Bereits in dem 2009 geführten öffentlichen Diskurs wurde intensiv über die Entwicklung zusätzlicher Wohnmöglichkeiten in der City, über den Rückbau von Verkehrsanlagen, über Qualifizierung öffentlicher Räume und über stadtverträgliche bauliche Verdichtungen nachgedacht. Für diese anspruchsvollen Aufgabenstellungen sollen von den Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern nun zukunftsweisende Lösungen entwickelt werden", führt Bodemann weiter aus.

Anfang Dezember hatte ein fünfköpfiges Gremium 15 Bürogemeinschaften aus den Bewerbungen für die freien Plätze in diesem Wettbewerb bestimmt. Auswahlkriterium waren unter anderem die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft aus ArchitektInnen oder StadtplanerInnen mit LandschaftsarchitektInnen sowie der Nachweis über Erfolge in vergleichbaren städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerben in den vergangenen fünf Jahren. Das Auswahlgremium bildeten Städtebauexpertin Prof. Christl Drey von der Universität Kassel, Juliane Schonauer vom Planungsbüro Machleidt und Partner, das den Prozess "Hannover City 2020+" betreut, Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß sowie Dr. Reinhard Wolf und Hanne Lahde-Fiedler von der "Hannover City 2020+"-Geschäftsstelle.

Der städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb gliedert sich in zwei Phasen. Im ersten Durchlauf sollen alle 30 teilnehmenden Teams insbesondere für den Gesamtraum der nördlichen, westlichen und südlichen Innenstadt Ideen entwickeln. Bevor die Jury Anfang März 2010 tagt, um mindestens zwölf Teams für die zweite Phase auszuwählen, ist eine öffentliche Veranstaltung geplant. Die zweite Runde geht über die städtebaulich-landschaftsplanerische Gesamtkonzeption hinaus und beinhaltet die Bearbeitung jeweils eines Vertiefungsbereichs. Nach Abschluss dieser Phase im Juni 2010 sind eine weitere öffentliche Veranstaltung und eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse geplant.

Das Projekt, begonnen unter dem Namen "Hannover City 2020", umfasst den Auftrag des Rates der Landeshauptstadt Hannover zur Erarbeitung eines nachhaltigen und zukunftsweisenden Konzeptes für die mittel- bis langfristige Entwicklung der Innenstadt unter Einbeziehung der Öffentlichkeit. Die City soll gemäß ihrer Bedeutung für die Stadt und die Region Hannover sowie als Sitz der Landesregierung weiterentwickelt werden, um den komplexen Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Weil zu erwarten ist, dass der Prozess erst nach dem Jahr 2020 abgeschlossen werden kann, hat das Projekt mittlerweile den Zusatz "+" erhalten und heißt nun "Hannover City 2020+".

Die 30 teilnehmenden Teams im Wettbewerb sind:

  • Agence Ter GmbH (Karlsruhe)/Niemann + Steege, Gesellschaft für Stadtentwicklung (Düsseldorf),
  • Astoc GmbH ARCHITECTS & PLANNERS (Köln)/Jbbug, büro urbane gestalt (Köln),
  • ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten (Berlin)/Jörg Wessendorf Architekten (Berlin),
  • BB+GG Arquitectes (Barcelona)/Breimann & Bruun (Hamburg),
  • BOLLES+WILSON GmbH (Münster)/Landschaftsarchitektur Ulrike Liebig (Münster),
  • Cityförster. Netzwerk für Architektur (Hannover, Berlin, Rotterdam, Oslo, Salerno)/Office Regina Poly (Berlin),
  • Ernst Niklaus Fausch Architekten ETH/sia GmbH (Zürich)/Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten (Zürich),
  • GROSS.MAX, Landschaftsarchitekten Edinburgh)/Sutherland Hussey Architects (Edinburgh),
  • Hemprich Tophof Architekten (Berlin)/ TDB Thomanek Duquesnoy Boemans Landschaftsarchitektur (Berlin),
  • Jabusch + Schneider Architekten (Hannover)/Büro Drecker (Bottrop),
  • Keller & Damm Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaft (München)/ 03 Architekten GmbH (Linz),
  • Kellner, Schleich, Wunderling Architekten + Stadtplaner GmbH (Hannover)/Nagel Schonhoff und Partner (Hannover),
  • Kister Scheithauer Gross, architekten + stadtplaner GmbH (Köln)/a24_landschaft (Berlin), 
  • Lohaus Carl Landschaftsarchitekten (Hannover)/Architekten BKSP (Hannover)
  • Lützow 7 C. Müller  J.Wehberg   Garten- und Landschaftsarchitekten (Berlin)/Gruentuch Ernst Planungs GmbH (Berlin),
  • Maxwan architects + urbanists (Rotterdam)/Lola Landscape Architects (Rotterdam),
  • Miralles/Tagliabue – EMBT (Barcelona),
  • Molestina Architekten GmbH (Köln, Madrid)/FSWLA Landschaftsarchitekten (Düsseldorf),
  • morpho-logic (München)/Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten (Bockhorn, München),
  • N2M Architektur & Stadtplanung GmbH (Hannover)/TH treibhaus landschaftsarchitektur, Berlin, mit Prof. Martin Prominski (Berlin, Hannover),
  • netzwerkarchitekten PartG (Darmstadt)/ GTL Landschaftsarchitekten GbR (Kassel),
  • ORTNER + ORTNER (Wien)/TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin),
  • petersen pörksen partner architekten + stadtplaner | bda (Lübeck, Hamburg)/ arbos Landschaftsarchitekten (Hamburg),
  • pp a/s Pesch Partner architekten stadtplaner (Herdecke/Stuttgart)/Glück Landschaftsarchitektur (Stuttgart),
  • Prof. Klaus Schäfer, Architektur und Städtebau (Berlin),
  • studio.eu, Cannavò,Nicotera, Venier/ www.studioeu.net (Berlin),
  • rheinflügel severin in Arbeitsgemeinschaft mit Prof. Volker Kleinekort (Düsseldorf)/RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn),
  • sinai. Faust.Schroll.Schwarz. Freiraumplanung + ProjektsteuerungGmbH (Berlin)/Mola Winkelmüller Architekten (Berlin),
  • steidle architekten (München) /realgrün landschaftsarchitekten (München),
  • Storch Ehlers Partner GbR (Hannover)/Planorama Landschaftsarchitektur (Berlin),
  • Trojan Trojan + Partner , Architekten + Städtebauer BDA (Darmstadt)/WGF Nürnberg (Nürnberg).
Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.