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Winterwetter: Stadt appelliert an Wohnungslose, nicht im Freien zu übernachten

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Vor dem Hintergrund des Wintereinbruchs der vergangenen Tage appelliert die Stadt dringend an Wohnungslose, nicht im Freien zu  übernachten, sondern die Unterkünfte und Notschlafstellen aufzusuchen. Außerdem bittet sie die HannoveranerInnen um erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber hilflosen Personen und fordert sie auf, gegebenenfalls Polizei oder Rettungskräfte zu informieren.

Sozialdezernent Thomas Walter weist auf das lebensgefährliche Risiko hin, das das Übernachten draußen bei Minusgraden insbesondere in Verbindung mit Alkoholkonsum mit sich bringt: "Die Gefahr des Erfrierens wird durch Alkohol nur noch größer, gerade weil die Betroffenen ein eingeschränktes Temperaturempfinden haben."

Wie in jeder bundesdeutschen Großstadt sind Obdachlose im Winter ganz besonderen Belastungen und Gefährdungen ausgesetzt. "Wichtig ist aber, dass niemand, der keine Wohnung hat, im Freien übernachten muss. In Hannover stehen ausreichend Plätze für unterschiedliche Problemgruppen zur Verfügung", unterstreicht Walter.
Für die Erst- und Notversorgung von Obdachlosen und Nichtsesshaften gibt es zielgruppenspezifische Übernachtungsangebote in freier und städtischer Trägerschaft.
Für allein stehende Männer bieten sechs Institutionen insgesamt 462 Übernachtungsplätze an, allein stehende Frauen finden in drei Einrichtungen insgesamt 68 Plätze als Nachtlager.

Des Weiteren werden 102 Übernachtungsmöglichkeiten speziell für drogenabhängige Obdachlose in vier Einrichtungen angeboten, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen 22 Plätze in zwei Einrichtungen zur Verfügung. Speziell für Paare sieht das Angebot 28 Plätze vor.

Darüber hinaus existiert, ebenfalls in freier und städtischer Trägerschaft, eine Vielzahl weiterer Angebote für Tagesaufenthalte und Beratung zur Verfügung: Von ambulanten Tagestreffpunkten wie dem Kontaktladen "Mecki" oder dem Tagestreffpunkt "DüK" und themenspezifischen Beratungsstellen bis hin zu Kleiderkammern, Kaffeestuben und Suppenküchen sowie der Malteser Migranten Medizin (MMM) als Anlaufstelle für gesundheitliche Problemlagen.
 
Sofern seitens der Betroffenen eine Unterbringung erwünscht wird, vermitteln die Stadt und stationäre Einrichtungen wie das Werkheim e.V., das Karl-Lemmermann-Haus oder der Verein "Selbsthilfe für Wohnungslose" dauerhafte Übernachtungsmöglichkeiten.

Besonders in der kalten Jahreszeit werden die Betroffenen von diesen Institutionen sowie im Rahmen der aufsuchenden und nachgehenden Sozialarbeit von den Streetworkern des Fachbereichs Soziales der Freien Träger über das bestehende Hilfeangebot unter anderem durch Handzettel informiert.

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