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Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vereinbaren Wettbewerbsfahrplan

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Alle grenzüberschreitenden Schienennahverkehre werden bis 2014 ausgeschrieben

Unter Federführung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) haben die niedersächsischen Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gemeinsam mit dem angrenzenden nordrhein-westfälischen SPNV-Aufgabenträger eine Rahmenvereinbarung über die langfristige Wettbewerbsplanung unterzeichnet. LNVG, Region Hannover, Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) und Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) legen darin die Eckpunkte für die Durchführung künftiger Ausschreibungen fest.

„Wir wollen bis Ende 2014 alle mehrheitlich niedersächsischen Netze mindestens einmal im Wettbewerb vergeben haben“, so Hans-Joachim Menn, Sprecher der LNVG-Geschäftsführung am Dienstag in Hannover. „Dafür haben wir jetzt gemeinsam mit unseren Nachbarn die Grundlagen geschaffen.“

Die Rahmenvereinbarung trifft Regelungen für alle Netze, die bisher noch nicht ausgeschrieben wurden und die aufgrund der Verkehrsvertragssituation bei den beteiligten Aufgabenträgern nicht vor Ende 2013 im Wettbewerb vergeben sein können. Dabei werden Eckpunkte zum künftigen Netzzuschnitt und zum Betriebsaufnahmezeitpunkt festgelegt.

So soll die Linie Ottbergen – Bodenfelde – Göttingen künftig zu dem zu Ende 2013 unter Federführung des NWL auszuschreibenden Ems-Senne-Weser-Netz gehören.

Die übrigen Linien westlich und östlich des niedersächsischen Leinetals werden im sogenannten „Harz-Weser-Netz“ zusammengefasst, dem auch die Linie Hannover – Bad Harzburg zugeordnet wird. Dieses Netz soll zu Ende 2014 unter Federführung der LNVG ausgeschrieben werden.

Für den Abschnitt Holzminden – Kreiensen wird eine Bedienung sowohl durch Züge des Ems-Senne-Weser-Netzes als auch des Harz-Weser-Netzes angestrebt.

Unter Federführung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig und ebenfalls zu Ende 2014, sollen die Leistungen der Linien Hannover – Wolfsburg, Wolfsburg – Braunschweig und Braunschweig – Hildesheim wettbewerblich vergeben werden. Dieses Netz wird ggf. um die Verkehrsleistungen zwischen Braunschweig und Helmstedt erweitert.

Das Größte der geplanten Ausschreibungsnetze besteht aus den Regionalexpress-Linien Braunschweig – Hannover – Rheine/Bielefeld und Münster – Rheine – Emden. Dort hat bei vier beteiligten Aufgabenträgern wiederum die LNVG die Federführung. Auch dieses Netz soll durch den künftigen Betreiber zu Ende 2014 in Betrieb genommen werden.

Durch die Verteilung der Federführung auf den Aufgabenträger mit dem jeweils größten Leistungsanteil ist es möglich, mehrere Verfahren in Ausrichtung auf den gleichen Betriebsaufnahmezeitpunkt durchzuführen. Dazu Ludger Siemer, Geschäftsführer des NWL: „Wir haben in den letzten Jahren bei gemeinsamen Ausschreibungen schon sehr effizient mit den niedersächsischen Partnern zusammengearbeitet. Ich freue mich, dass wir das nun zielgerichtet fortsetzen.“

Kategorie: Wirtschaft

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