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Tragödie am ersten Weihnachtsfeiertag

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Bei einem Wohnungsbrand in Hannover – Kleefeld ist am Abend eine 33-jährige Frau Opfer der Flammen geworden. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die junge Frau brennend auf dem Balkon im 2. Obergeschoß eines Mehrfamilienhauses. Die Hilfe der Feuerwehr kam leider zu spät. Durch die starke Rauchentwicklung mussten mehrere Bewohner aus Nachbarwohnungen über die Drehleiter gerettet werden. Fünf Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen. Der Brand entstand vermutlich durch ein Adventsgesteck.

Um 18:25 Uhr am Freitagabend wurde die Feuerwehr über Polizeinotruf 110 zu einem Brand in der Bomhauerstraße 23 in Hannover – Kleefeld gerufen. Ein Ehepaar aus einer Erdgeschosswohnung hatte Rauch im Treppenraum eines Mehrfamilienhauses wahrgenommen. Als das Ehepaar die Ursache des Rauches erkundete, sahen Sie eine junge Frau auf dem Balkon des 2. Oberschosses, die zu verstehen gab, dass Ihr Adventgesteck brennen  würde. Die junge Frau zog sich anschließend wieder in Ihre Wohnung zurück. Nur kurze Zeit später stand die 33-jährige Frau wieder auf dem Balkon. Ihre Kleidung hatte Feuer gefangen. Nachbarn legten eine Matratze auf den Boden und forderten die Frau zum Sprung vom Balkon auf. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Frau noch brennend auf dem Balkon und wurde bewustlos. Trotz schneller Rettung über eine Drehleiter kam die Hilfe für die junge Frau zu spät.

Auch Nachbarn hatten zwischenzeitlich die vom Brand betroffene Wohnung aufgebrochen, um der Frau zu helfen. Durch die starke Rauchentwicklung konnten Sie jedoch die Wohnung nicht betreten. Stattdessen drang weiterer Brandrauch in den Treppenraum und somit in die teilweise offen stehenden Nachbarwohnungen. Weitere Mieter waren gefährdet und wurden über die Drehleiter der Feuerwehr von Balkonen gerettet. Insgesamt erlitten fünf Mieter eine Rauchgasvergiftung und mussten in ein Krankenhaus transportiert werden. Außerdem rettete die Feuerwehr vier Meerschweinchen und eine Katze. Das Wohnhaus ist aufgrund der Brand- und Rauchschäden derzeit nicht bewohnbar. Ca. 30 Mieter wurden für eine Nacht anderweitig untergebracht. Der Brandschaden wird auf ca. € 100.000,00 geschätzt. Die genaue Brandursache wird in den nächsten Tagen von den Brandursachenermittlern der Kriminalpolizei gemittelt.

„Pietätlos war, dass immer wieder Schaulustige versuchten die Bergung der Brandleiche mit Ihren Handys zu filmen."

Die Feuerwehr setzte insgesamt 70 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen ein. Der Boden der Feuerwehrzufahrt des Mehrfamilienhauses war vom Tauwetter und Regen so stark aufgeweicht, dass eine Drehleiter nach dem Einsatz im Schlamm einsackte und mit einem Spezialfahrzeug wieder rausgezogen werden musste.

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