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Nachfrage privater Investoren nach Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern steigt weiter

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Stadt erwartet rund 15.000 Euro Pachteinnahmen

Die Dächer städtischer Gebäude sind bei privaten Investoren hochbegehrt, um dort Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung zu errichten. Dies ist das Fazit eines Berichts, den Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff am Montag (1. März) im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen gab. Insgesamt wurden bisher auf städtischen Gebäuden 37 Solaranlagen zur Stromerzeugung errichtet, davon die 18 größten mit insgesamt ca. 5.000 Quadratmeter Modulfläche von privaten Investoren. Dafür investieren die Betreiber rund zwei Millionen Euro und tragen zur Arbeitsplatzsicherung bei. Unter den privaten Betreibern sind Bürgersolar-Fonds, Firmen und Privatpersonen.

Für zurzeit von der Stadt angebotene zehn weitere Gebäude mit rund 15.000 Quadratmetern Dachfläche gibt es bereits eine Reihe von Interessenten und längerfristig wird angestrebt, bis zu 100.000 Quadratmeter Dachfläche für die umweltfreundliche Stromerzeugung zu nutzen. Vorteil für die Stadt: Sie braucht nicht selbst zu investieren und nimmt Pacht ein: bei den bis Ende 2010 fertig gestellten Anlagen jährlich rund 15.000 Euro.

Die Stadt stellt seit Jahren geeignete Dachflächen für die Errichtung von Fotovoltaik-Anlagen zur Verfügung. Zunächst waren vorrangig Schul-Fördervereine interessiert, die kleine Anlagen errichteten, um SchülerInnen das Thema umweltfreundliche Stromerzeugung näher zu bringen. Später verpachtete die Stadt Dachflächen zunehmend an private Investoren, die die Anlagen dann gegen eine Miete auf eigene Kosten und Risiko bauten und so Ökonomie und Ökologie miteinander vereinbarten. Die Stadt hofft darauf, dass das Interesse trotz der in Kürze von der Bundesregierung geplanten Senkung der Einspeisepreise um 16 Prozent anhalten wird.

Die 37 Anlagen haben eine Gesamtleistung von 644 KWpeak, darunter die 18 von Investoren errichteten 612 kWpeak. Alle Anlagen zusammen produzieren jährlich fast 600.000 Kilowattstunden Strom. Das reicht für ca. 250 Haushalte und erspart der Umwelt jährlich eine CO2-Belastung von mehr als 420 Tonnen.

Die Stadt bietet ständig weitere Dächer in der Solardachbörse www.solarlokal.de an. Insgesamt könnten nach weiteren Dachsanierungen rd. 100.000 Quadratmeter nach Süden ausgerichtete Dachflächen grundsätzlich für den Bau von Photovoltaik-Anlagen geeignet sein. Damit könnte Strom für 2.000 Haushalte erzeugt werden.

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