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22 weitere Blockheizkraftwerke für städtische Gebäude

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Die Stadt plant, 22 nicht an die Fernwärmeversorgung angeschlossenen Heizzentralen in städtischen Gebäudekomplexen mit Blockheizkraftwerken (BHKW) nachzurüsten. Vorgesehen sind dafür vorwiegend Schulen mit Turnhallen, in denen auch Vereinssport stattfindet. Wegen des Wärmebedarfs und der intensiven Nutzung dieser Gebäude ist die Ergänzung der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlagen jeweils um ein BHKW mit 20 bis 50 kW Leistung wirtschaftlich und ökologisch optimal. Jährlich eingespart werden dadurch rund 90.000 Euro und 2.900 Tonnen CO2. Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff stellte das Programm am Montag (1. März) im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen vor.

Die 22 geplanten BHKW erzeugen über gasbetriebene Verbrennungsmotoren Strom und nutzen gleichzeitig die dabei anfallende Abwärme für Heizung und Warmwasserbereitung. Der so erzeugte Strom ersetzt den Strom aus konventionellen Großkraftwerken, dessen Erzeugung mit hohen Abwärmeverlusten verbunden ist. Mit den BHKW wird rund ein Drittel der Primärenergie bzw. der CO2-Emissionen bei der Energieversorgung der Gebäude eingespart.

Um den städtischen Investitionshaushalt nicht zu belasten, sollen Installation und Instandhaltung der BHKW europaweit als so genannte Contracting-Leistung für private Anbieter ausgeschrieben werden. Hierbei baut der Contractor das BHKW ein und wartet es. Die Stadt zahlt dafür eine Contractingrate. Sollten keine wirtschaftlichen Contracting-Angebote eingehen, wird die Installation der BHKW in den nächsten Jahren von der Stadt als normale Bauleistung ausgeschrieben und der Betrieb in Eigenregie durchgeführt.

Der Rat der Stadt hat mit seinem Klimaschutzaktionsprogramm beschlossen, die CO2-Emissionen der städtischen Liegenschaften bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Neben der Senkung des Energieverbrauches bei der Gebäudesanierung werden Heizungen vorrangig an die Fernwärmeversorgung angeschlossen. Dort, wo Fernwärme wegen zu langen Anschlussleitungen wirtschaftlich nicht verfügbar ist, kommt das jetzt von der Stadtverwaltung vorgelegte BHKW-Programm zum Zuge.

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