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Frühlingskonzerte mit zeitgenössischer Musik in Herrenhausen

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In Kooperation mit "Musik 21 Niedersachsen" und im Vorfeld der KunstFestSpiele Herrenhausen initiiert das Kulturdezernat eine Konzertreihe, in deren Mittelpunkt Neue Musik steht: Die "Frühlingskonzerte in Herrenhausen" bieten vom 21. März bis 29. Mai mit sechs Veranstaltungen einen Aufbruch in wunderbare Klangwelten. Dazu konnten namhafte KünstlerInnen wie Yeree Suh, Salome Kammer, Vinko Globokar, Mike Svoboda, Stefan Litwin und Gustav Rivinius verpflichtet werden.

Bereits seit Jahren besteht zwischen "Musik 21 Niedersachsen" und der Landeshauptstadt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. "Musik 21 Niedersachsen" ist eines der fünfzehn bundesweit geförderten Projekte des Netzwerk Neue Musik, das die Kulturstiftung des Bundes zur Vermittlung Neuer Musik initiiert hat. Unter anderen gehört das Kulturbüro der Landeshauptstadt zu den Förderern. In Hannover haben sich die Herrenhäuser Gärten 2009 als Spielort bewährt, als Stephan Meier mit der "Berggartenmusik" zum Konzert im Freien einlud. Auch das "Musik 21 Festival 2009" war mehrmals in den Gärten zu Gast. Aus dieser guten Zusammenarbeit ist die Idee zu den "Frühlingskonzerten" entstanden, die passend zur Jahreszeit mit Musik zeitgenössischer Komponisten Aufbruchstimmung vermitteln wollen.

Kulturdezernentin Marlis Drevermann erklärte: "Mit den 'Frühlingskonzerten in Herrenhausen' möchten wir zeitgenössische Musik insbesondere auch für junge BesucherInnen erlebbar machen und Ihnen den Zugang zu Neuer Musik ermöglichen. 'Musik 21 Niedersachsen' steht uns als verlässlicher und erfahrener Partner zur Seite."

Stephan Meier, Leiter des Neuen Ensembles und künstlerischer Leiter von "Musik 21 Niedersachsen", erläuterte: "Man kann, um mit Pierre Boulez zu sprechen, nicht einteilen in 'Alte Musik', 'Neue Musik' usw. Es gibt einfach nur Musik, und die überzeugt mit der Qualität ihrer Klänge und dem Erlebnis ihrer Ausführung."

Yeree Suh

Yeree Suh

Happy Birthday, Pierre Boulez!
Zum Auftakt der Frühlingskonzert feiert Das Neue Ensemble unter der Leitung von Stephan Meier und der für ihre zeitgenössischen Interpretationen bekannten koreanischen Sopranistin Yeree Suh den 85. Geburtstag von Pierre Boulez (geboren am 26.3.1925). Hierfür begibt sich das Neue Ensemble an die Wurzeln von Boulez' Oeuvre. Sehr direkte Verbindungen zwischen den Werken werden hörbar: Arnold Schönberg "Kammersinfonie op. 9", instrumentiert von Anton Webern (1906/1923), "Herzgewächse" op. 20 für Sopran, Celesta, Harmonium und Harfe auf das Gedicht von Maurice Maeterlinck (1911), Pierre Boulez "Improvisation I / II sur Mallarmé" (1959) für Sopran und sieben / neun Instrumente.

Gesprächskonzerte mit Stefan Litwin: Prolog der KunstFestSpiele Herrenhausen
Die KunstFestSpiele Herrenhausen, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden, tragen zwei Gesprächskonzerte zur Veranstaltungsreihe bei: Unter dem Titel "Talking Music" stellt der Pianist und Komponist Stefan Litwin Werke von Arnold Schönberg und Charles Ives vor. Seine Gäste sind Nuria Schoenberg Nono, die Tochter Schönbergs, sowie beim zweiten Konzert die Musiker Florian Donderer und Gustav Rivinius. Mit diesem besonderen Veranstaltungsformat will Litwin ohne Besserwisserei und für den Laien unverständliche Fachtermini auf unterhaltsame Weise Wissen vermitteln – ein idealer Einstieg also für Neulinge auf dem Gebiet der Neuen Musik. Das dritte Gesprächskonzert wird am 13. Juni im Rahmen der KunstFestSpiele stattfinden. Vor und nach den Gesprächskonzerten können die KonzertbesucherInnen Tee und Sandwiches genießen. Die Schlossküche Herrenhausen serviert beides im Loungebereich der Orangerie. Vorbestellungen sind bei der Schlossküche und auch im Vorverkauf möglich.

Tipp für Liebhaber Alter Musik: Händel-Gala
Als Veranstaltungstipp enthält das Frühlingsprogramm auch ein Konzert für LiebhaberInnen Alter Musik: Am 19. Mai laden die Internationalen Händel Festspiele Göttingen zur Händel-Gala in Herrenhausen ein. Mit Dominique Labelle (Sopran), Brian Berryman (Flöte) und dem Festspielorchester Göttingen unter der Leitung von Nicholas McGegan und Werken von Händel, Heinichen, Matthes und anderen feiern die Händel Festspiele die 300. Wiederkehr von Händels Aufenthalt am hannoverschen Hof.

Die Veranstaltungen im Überblick:

21. März, 11 Uhr, Orangerie
Happy Birthday, Pierre Boulez (Abo Mobile Musik III 09/10)
Yeree Suh (Sopran), Das Neue Ensemble, Ltg. Stephan Meier
Eintritt: 20 Euro oder 14 Euro, ermäßigt sieben Euro

Nomos Quartett

Nomos Quartett

11. April, 11 Uhr, Orangerie
Kammer-Lied
Salome Kammer (Stimme)
Eintritt: 20 Euro / 14 Euro, ermäßigt sieben Euro

11. April, 15 Uhr, Orangerie
Talking Music 1: Arnold Schönberg: Fotoalbum mit Musik
Stefan Litwin, Nuria Schönberg-Nono
Eintritt: 25 Euro, ermäßigt zehn Euro
Um 17 Uhr: TEATIME, 15 Euro im Vorverkauf, 17 Euro vor Ort

18. April, 11 Uhr, Orangerie
Pisma iz domovine – Briefe aus der Heimat
Ksenija Lukic, Sopran, Solistenensemble, im Anschluss Podiumsgespräch
Eintritt: 20 Euro / 14 Euro, ermäßigt sieben Euro

2. Mai, 11 Uhr, Orangerie / 10 Uhr:
Einführung in das Programm Sternenklang (Aboreihe "aus dem Innersten II 2010")
Nomos-Quartett und Mike Svoboda (Posaune)
Eintritt: 20 Euro / 14 Euro, ermäßigt sieben Euro

29. Mai, 17 Uhr, Orangerie
Talking Music 2: "Not for Sissies!": die Musik von Charles Ives
Stefan Litwin (Klavier und Moderation), Florian Donderer (Violine), Gustav Rivinius (Violine)
Eintritt: 25 Euro, ermäßigt zehn Euro
Ab 15 Uhr: TEATIME, 15 Euro im Vorverkauf, 17 Euro vor Ort

Veranstaltungsort
Alle Veranstaltungen der Reihe "Frühlingskonzerte in Herrenhausen" finden in der Orangerie Herrenhausen statt. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus sowie im Internet unter www.ticketonline.com. Das Programmfaltblatt "Frühlingskonzerte in Herrenhausen" ist bei den Veranstaltern, an der Vorverkaufskasse sowie in vielen öffentlichen Einrichtungen in Hannover und Umgebung erhältlich.

Informationen im Internet sind unter www.herrenhaeuser-gaerten.de sowie www.musik21niedersachsen.de zu finden.

Kategorie: Kunst & Kultur

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