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Über eine Million Frauen nutzen Mammographie-Screening in Niedersachsen und Bremen

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Sozialministerin Ross-Luttmann: "Brustkrebs-Früherkennung rettet Leben"

Nach drei Jahren Mammographie-Screening in Niedersachsen und Bremen zieht Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann eine positive Bilanz. "Früherkennung rettet Leben. Je eher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Über eine Million der zur Untersuchung eingeladenen Frauen haben das Vorsorgeangebot in Niedersachsen und Bremen bislang genutzt. Mit 57 Prozent Beteiligungsrate liegen wir über dem Bundesdurchschnitt von 53 Prozent. Bei über 5000 von ihnen wurde ein Tumor gefunden", so Ross-Luttmann heute in Hannover.

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Seit 2007 können Frauen zwischen 50 und 69 Jahren flächendeckend in Niedersachsen und Bremen alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening, also eine Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung, durchführen lassen. Gesundheitsministerin Ross-Luttmann: "Mir ist wichtig, dass sich noch mehr Frauen als bislang regelmäßig untersuchen lassen. Nur so lässt sich die Brustkrebssterblichkeit senken", unterstreicht die Ministerin. Ziel sei es, dass rund 70 Prozent der Frauen die Vorsorgeuntersuchungen nutzen.

"Die Mammographie ist die derzeit beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs", so Eberhard Gramsch, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). "Während die Teilnahmequoten bis Ende 2009 bekannt sind, liegen die medizinischen Daten mit Stichtag 31. Dezember 2008 vor. Bis zu diesem Datum haben landesweit 676.045 Frauen an den Reihenuntersuchungen teilgenommen. 32.991 Frauen von ihnen hatten einen auffälligen Befund und wurden zur weiteren Abklärungsdiagnostik eingeladen. Bei 5.269 Frauen wurden Karzinome entdeckt. Die Karzinomentdeckungsrate pro 1.000 Teilnehmerinnen liegt somit bei 7,8 Prozent. Dabei werden auch Kleinst-Tumore entdeckt, die mit sehr hohen Heilungschancen behandelt werden können. "32 Prozent der entdeckten Karzinome sind zehn Millimeter oder noch kleiner", so Gramsch. Diese hohe Entdeckungsrate liegt über dem Bundesdurchschnitt von 31 Prozent.

"Die Zahlen aus der Screening-Einheit Hannover zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bei uns liegt die Teilnehmerinnenquote bei 57,17 Prozent. Jedes einzelne gerettete Leben ist von größter Bedeutung, denn hinter jeder Zahl steckt ein menschliches Schicksal", sagt Regine Rathmann, programmverantwortliche Ärztin der Screening-Einheit. "Jedes Jahr sterben rund 17.000 Frauen an Brustkrebs."

Die Krankenkassen unterstützen die Mammographie in mehrerlei Form: Zum einen tragen sie die Untersuchungskosten und finanzieren die Zentrale Stelle in Bremen, zum anderen haben sie mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen wissenschaftlich fundierte Programme vereinbart, die den Patientinnen eine besonders umfassende Betreuung auf der Basis des neuesten gesicherten medizinischen Wissens garantieren.

In Niedersachsen gibt es neun Screening-Einheiten, 20 stationäre Mammographieeinheiten und 12 Mammobile, die eine wohnortnahe Vorsorge ermöglichen. Das Referenzzentrum Mammographie Nord ist für die Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zuständig.

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