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Hannover City 2020+: 15 Gestaltungsideen erreichen die zweite Runde

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Von Stadtlandschaften am Wasser bis zu neuen Quartieren mit attraktiven Freiräumen reichten die Ideen, die im Rahmen der ersten Phase des städtebaulichen Wettbewerbs "Hannover City 2020+" eingegangen sind und gestern (5. März) dem Preis­ge­richt zur Prüfung vorlagen. Die elfköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Undine Giseke wählte aus den 28 abgegebenen Arbeiten 15 Entwürfe zur weiteren Bearbeitung in der zweiten Phase aus. Unter den Ausgewählten sind auch drei Büros aus Hannover. Während die Planungsteams, bestehend aus ArchitektInnen, LandschaftsarchitektInnen und Städtebauern, sich bisher mit der gesamten Innenstadt beschäftigen mussten, setzen sich die erfolgreichen Büros ab jetzt gruppenweise mit jeweils einem Vertiefungsbereich auseinander. Bereits am vergangenen Donnerstagabend (4. März) haben sich rund 400 Interessierte in einer öffentlichen Veranstaltung im Sprengel Museum Hannover einen ersten Überblick über die 28 Arbeiten gemacht und über die Ideen diskutiert. Ab kommenden Dienstag (9. März) sind alle Pläne in einer Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu sehen.

"Ich finde es bemerkenswert, dass die Landeshauptstadt Hannover im 100. Geburtsjahr Rudolf Hillebrechts und rund 60 Jahre nach dem ersten Innenstadtwettbewerb nun über diesen großen Wettbewerb erneut nach Vorschlägen für eine Weiterentwicklung der City sucht", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Bekanntgabe des Juryergebnisses. "Die jetzt eingereichten Entwürfe bilden hervorragend die gesamte Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten ab. Alle Arbeiten überzeugten durch ihre Qualität und durch ein hohes Maß an Durcharbeitung", betonte Bodemann. "Die große Kreativität, die diesen Entwicklungsprozess Hannover City 2020+ schon in den Arbeitsrunden und öffentlichen Veranstaltungen auszeichnete, spiegelt sich nun auch in den ambitionierten Konzeptionen der Planungsbüros wider", so Hannovers Baudezernent. Juliane Schonauer vom Prozess begleitenden Planungsbüro Machleidt + Partner und Preisgerichtsvorsitzende Prof. Undine Giseke (bgmr Landschaftsarchitekten) bedankten sich bei allen TeilnehmerInnen für die Entwürfe und beglückwünschten die Landeshauptstadt als Ausloberin "zu dem reichhaltigen Ideenschatz, den dieser Wettbewerb bereits geliefert hat."28 internationale und interdisziplinär besetzte Planungsteams haben nach rund zweimonatiger Bearbeitungszeit bis Mitte Februar ihre Gestaltungsideen fristgerecht eingereicht. Die Ausstellung mit allen Entwürfen wird am kommenden Dienstag (9. März) um 14 Uhr durch Oberbürgermeister Stephan Weil im Bürgersaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, eröffnet. Bis zum 26. März sind die Arbeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Ziel des Innenstadtkonzepts Hannover City 2020+ ist es, für die kommenden 15 Jahre die räumlichen und funktionalen Entwicklungen in der inneren Stadt Hannovers aufzuzeigen und zu gestalten. Der derzeitige Wettbewerb wird in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase waren die TeilnehmerInnen aufgefordert, ein stadt- und freiräumliches Konzept für den nordwestlichen, westlichen, südwestlichen und südlichen Bereich der Innenstadt zu entwerfen. In der zweiten Phase sollen die Teams, die sich für die zweite Phase qualifiziert haben, folgende vier Vertiefungsbereiche in Dreier- und Sechser-konkurrenzen eingehender bearbeiten: Klagesmarkt, Leibnizufer/Hohes Ufer/Friederiken­-platz, Marstall sowie Köbelinger Markt/Friedrichswall/Trammplatz. Von den TeilnehmerInnen wird eine konstruktive und kritische Auseinandersetzung mit den Planungen der in Hannover besonders bedeutsamen Nachkriegsmoderne erwartet. "Für die Vertiefungsräume sind neue städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Qualität, aber auch neue Nutzungsbausteine wie zum Beispiel Wohnen in der Innenstadt zu entwickeln", erläuterte Uwe Bodemann. Nach Abschluss dieser Phase im Juni dieses Jahres sind eine weitere öffentliche Veranstaltung und eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse geplant.

Folgende Planungsteams wurden nach einer intensiven Diskussion und Würdigung aller Arbeiten durch das Preisgericht für die zweite Phase ausgewählt:

Klagesmarkt:

  1. Astoc GmbH ARCHITECTS & PLANNERS (Köln) /Jbbug, büro urbane gestalt (Köln),
  2. ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten (Berlin)/Jörg Wessendorf Architekten (Berlin),
  3. ORTNER + ORTNER (Wien)/ TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin).

Leibnizufer/Hohes Ufer/Friederikenplatz:

  1. Hemprich Tophof Architekten (Berlin)/TDB Thomanek Duquesnoy Boemans Landschaftsarchitektur (Berlin),
  2. Keller & Damm Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaft (München) / 03 Architekten GmbH (Linz),
  3. Kellner, Schleich, Wunderling, Architekten + Stadtplaner GmbH (Hannover) / Nagel Schonhoff und Partner, Landschaftsarchitekten – Stadtplaner (Hannover),
  4. Lohaus Carl Landschaftsarchitekten (Hannover)/Architekten BKSP (Hannover),
  5. Lützow 7 C. Müller  J. Wehberg   Garten- und Landschaftsarchitekten (Berlin) /
    Gruentuch Ernst Planungs GmbH (Berlin),
  6. sinai. Faust.Schroll.Schwarz. Freiraumplanung + Projektsteuerung GmbH (Berlin)/Mola Winkelmüller Architekten (Berlin).

Marstall:

  1. Maxwan architects + urbanists (Rotterdam)/Lola Landscape Architects (Rotterdam),
  2. Molestina Architekten GmbH (Köln, Madrid)/FSWLA Landschaftsarchitekten (Düsseldorf),
  3. pp a/s Pesch Partner architekten stadtplaner (Herdecke/Stuttgart)/Glück Landschaftsarchitektur (Stuttgart).

Köbelinger Markt/Friedrichswall/Trammplatz:

  • Jabusch + Schneider Architekten (Hannover)/Büro Drecker (Bottrop),
  • morpho-logic (München)/Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten (Bockhorn, München),
  • Trojan Trojan + Partner, Architekten + Städtebauer BDA (Darmstadt)/WGF Nürnberg (Nürnberg).
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