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„Hausgemeinschaften Klaus-Bahlsen-Haus“ – Altenpflegeheim in Bothfeld eröffnet

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Die Landeshauptstadt Hannover hat mit Unterstützung der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung in Bothfeld ein neues Altenpflegeheim nach dem Konzept der Hausgemeinschaften errichtet. Oberbürgermeister Stephan Weil und Professor Dr. Burkhard Huch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, haben heute (23. April) zusammen mit Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter das "Klaus-Bahlsen-Haus" eröffnet – in Erinnerung an den Stiftungs- und Namensgeber, der am Einweihungstag seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.

In rund anderthalbjähriger Bauzeit ist auf dem Gelände des sozialen und kulturellen Zentrums Rohdenhof eine Einrichtung in anspruchsvoller, an ökologischen Gesichtspunkten orientierter Architektur entstanden. 48 BewohnerInnen werden hier in vier Hausgemeinschaften leben, möglichst nah an der Alltagsnormalität, umsorgt nach aktuellsten pflegerischen Grundsätzen, mit der verlässlichen Qualität und Kompetenz des Fachpersonals der städtischen Alten- und Pflegezentren.
Oberbürgermeister Stephan Weil dankte der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und ihrem Vorstandsvorsitzenden für ihr vielfältiges Engagement, das in Bothfeld mit dem Klaus-Bahlsen-Haus einen besonderen Höhepunkt erfährt: "Es gibt viele bemerkenswerte Beispiele – nicht nur in Hannover – für die Unterstützung, die Kinder und alte Menschen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Ökologie in Hannover durch die Stiftung erfahren. Das Klaus-Bahlsen-Haus ist dabei sicher etwas ganz Besonderes – und wir sind sehr froh, es in unserem Betrieb der Alten- und Pflegezentren führen zu können."

Das Klaus-Bahlsen-Haus erweitert das Spektrum der städtischen Alten- und Pflegezentren um ein weiteres Angebot an "Hausgemeinschaften", neben den Hausgemeinschaften im Margot-Engelke-Zentrum in der Südstadt.

"Mit den erheblichen Mitteln, die die Stiftung hier investiert hat, wird das zukunftsweisende Konzept weiter ausgebaut, mit dem pflegebedürftige alte Menschen `in Geborgenheit’, aber so weit wie möglich selbstbestimmt leben können," erläuterte Weil und ergänzte: "Mehr noch – der Rohdenhof wird zum generationsübergreifenden Zentrum des Stadtteils: Jung und Alt treffen sich auf dem ebenfalls mit Unterstützung der Stiftung neu gestalteten Außengelände der Kita, die Jugendlichen der Einrichtungen des Heimverbundes sind ebenso Nachbarn wie die NutzerInnen des Kulturtreffs. Ein Miteinander entsteht, das in hervorragender Weise der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung zu verdanken ist."

"Wir sind ganz sicher, dass gerade der Aspekt des Miteinanders von Menschen verschiedener Lebensalter und Herkommen Klaus Bahlsen sehr gefallen hätte – und freuen uns daher besonders, dass wir gerade an seinem 100. Geburtstag `sein’ Haus eröffnen und so mit diesem letzten – und für uns schönsten – Baustein dieses Miteinander komplett machen können," erinnerte Professor Dr. Burkhard Huch an den Namensgeber und Stiftungsgründer.

Klaus Bahlsen (23. April 1908 bis 15. Dezember 1991) war als jüngster Sohn Hermann Bahlsens, dem Gründer der Hannoverschen Cakes-Fabrik, mehr als 50 Jahre in der Unternehmensleitung tätig. 1972 hat er zusammen mit seiner Ehefrau die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung ins Leben gerufen.

"Bis heute bestimmen Klaus Bahlsens Intentionen die Arbeit der Stiftung", würdigte Huch das Wirken Bahlsens. "Da `Altenpflege’ Bahlsen immer am Herzen lag, investieren wir sehr gern in die nachhaltige Finanzierung eines eigenständigen Hauses. Zumal sich unsere Zielsetzungen voll und ganz mit der konzeptionellen Ausrichtung der städtischen Alten- und Pflegezentren deckt", so Huch weiter. "Das fängt bei den Voraussetzungen an, die den pflegebedürftigen BewohnerInnen ein `Leben wie zu Hause’ mit möglichst viel individueller Teilhabe ermöglichen. Und reicht über die Gestaltung eines möglichst umweltgerechten Umfeldes des nach Passivhausstandard errichten Gebäudes, über die Ausstattung nur mit Einzelzimmern bis zur Verwendung besonders ausgewählter ökologisch-naturnaher Nahrungsmittel."

"Zusammen mit der Stadt werden wir mit dem Klaus-Bahlsen-Haus beweisen, dass Pflege mit hohen Ansprüchen auch unter den Bedingungen leerer Kassen in Kommune und Pflegeversicherung realisierbar ist – und zwar nicht nur für wohlhabende Menschen: Mindestens zwanzig bis dreißig Prozent der BewohnerInnen des Klaus-Bahlsen-Hauses werden aus finanziell schwächeren Bevölkerungskreisen kommen," so Huch abschließend.

Interessierte und NachbarInnen können sich in Kürze noch einmal selbst ein Bild von den neuen "Hausgemeinschaften Klaus-Bahlsen-Haus" machen: Die Einrichtung lädt am Sonnabend (26. April) zu einem Tag der offenen Tür ein. Von 11 bis 16 Uhr gibt es bei Führungen durch das Haus Informationen über das Modell der Hausgemeinschaften sowie über Angebote und Kosten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Weitere Informationen geben

Manfred Schwonnek, Betrieb Städtische Alten- und Pflegezentren, Telefon 168-42009
und
Professor Dr. Burkhard Huch, Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, Telefon 392151.

PM: Presseserver Hannover

 

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