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„Kunst in der Stadt. 1“

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Nach einer emotional geführten Debatte in der Stadtgesellschaft über die Ansprüche von und an Kunst im öffentlichen Raum im Herbst 2006 hat die Stadt Hannover eine unabhängige ExpertInnenkommission damit beauftragt, mehr als 70 künstlerische Objekte im Innenstadtbereich unter die Lupe zu nehmen. Das Gutachten wurde 2008 vorgestellt. Daraufhin hat die Verwaltung einen verwaltungsinternen Arbeitskreis unter Federführung des Kulturbüros eingesetzt, der sich mit den Empfehlungen der ExpertInnenkommission auseinandersetzt und daraus neue Projekte initiiert.

Eines dieser Projekte ist das erste von sechs geplanten Faltblättern für Kunstgänge zum Thema "Kunst im öffentlichen Raum". Die Faltblattserie dient der Kunstvermittlung und führt das Publikum vorbei an markanten Sehenswürdigkeiten und weltbekannten Museen, über öffentliche Plätze, entlang der Leine und entlang befahrener Straßen, in städtische Parks – und vor allem zur Kunst.

Der erste Kunstgang verläuft zwischen Königsworther Platz und Friederikenplatz: zwölf Objekte zwischen 1957 und 2000, zwischen figürlicher Plastik, autonomem Objekt, ortsbezogenem Prozess, Kontext und Konzept – ein zeitgenössischer Ausflug in sechs Jahrzehnte hannoversche Kunstgeschichte. Dazu gehört die seit den 1980er Jahren als Ensemble autonomer Großplastiken entwickelte "Skulpturenmeile" mit Arbeiten von Alf Lechner, Matschinsky-Denninghoff, John Henry, Eugène Dodeigne, Erich Hauser, Bernhard Heiliger, Niki de Saint Phalle und Kenneth Snelson, wobei die beiden Letztgenannten bereits während der 1970er Jahre im Rahmen des "Straßenkunstprogramms" aufgestellt worden waren. Im Umfeld der "Skulpturenmeile" gibt es noch mehr zu sehen: eine Installation von Joseph Kosuth von 2000, die "Leineentrümpelung" von János Nádasdy aus den 1980er Jahren sowie Plastiken der beiden für Hannover auf unterschiedlichste Weise historisch relevanten Künstler Hermann Scheuernstuhl und Kurt Lehmann aus den 1950er Jahren.

Insgesamt werden die sechs, sukzessive erscheinenden Kunstfaltblätter mehr als 60 künstlerische Arbeiten vorstellen. Die Auswahl konzentriert sich auf Objekte, die nach 1945 entstanden sind und sich im Innenstadtbereich befinden. Es wird Informationen geben über die KünstlerInnen, deren Kunst und wann diese wo ihren Standort gefunden hat. Alle Arbeiten sind Eigentum der Landeshauptstadt Hannover, sofern nicht auf andere Eigentümer hingewiesen wird. Die abgebildeten Details mit einführenden Informationen laden zu einem spielerischen, bildenden und sinnlichen Umgang mit Kunst ein.

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