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Sozialdezernent legt erste Bilanz vor: Hannover-Aktiv-Pass erfolgreich eingeführt

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"Der Hannover-Aktiv-Pass hat sich erfolgreich etabliert", zieht Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter das Resümee aus dem ersten Bericht seit Einführung des Ausweises im September 2009, der jetzt den Ratsgremien vorliegt.

Im Berichtszeitraum 1. September bis 31. Dezember 2009 wurden rund 77.500 Pässe ausgestellt. Die InhaberInnen haben 24.000 Ermäßigungen einschließlich verbilligter Fahrkarten des GVH in Anspruch genommen – in Bädern (rund 2.400 Mal), Museen, Theatern, Bildungseinrichtungen und anderem. Besonders gut angekommen ist der Pass bei Kindern und Jugendlichen: Für fast 400 junge Menschen bis 18 Jahre konnte der Beitrag für einen Sportverein übernommen werden; über 900 Mädchen und Jungen nutzten den Pass zu Vergünstigungen bei Ferienmaßnahmen der Stadt oder freier Träger. Wie erste Zahlen aus diesem Jahr zeigen, ist die Tendenz zur Inanspruchnahme in allen Bereichen steigend.

"Offensichtlich erleichtert der Pass vielen Berechtigten den Zugang zu Kultur-, Freizeit- und Weiterbildungsangeboten, weil sie Ermäßigungen diskreter in Anspruch nehmen können als mit der oft als unangenehm empfundenen Vorlage der Bewilligungsbescheide von JobCenter oder städtischem Fachbereich Soziales", schließt Walter aus dem Bericht. "Unser Ziel, die Lebensbedingungen einkommensarmer Menschen in Hannover zu verbessern und ihnen die Teilnahme an Bereichen zu ermöglichen, die ihnen auf Grund ihrer finanziellen Situation sonst verschlossen sind, dürften wir damit erreicht haben," ist der Dezernent mit der ersten Bilanz zufrieden.

Vergünstigungen bieten zurzeit 102 Institutionen und Dienste. Im Jahr 2009 hat der städtische Fachbereich Soziales für Einnahmeausfälle rund 44.000 Euro erstattet – und zwar für gemeinnützige oder öffentliche Institutionen, die Ermäßigungen seit September 2009 neu eingeführt oder erhöht haben.

Das Verfahren, mit dem Berechtigte ihren Aktiv-Pass bekommen, ist ausgesprochen unbürokratisch: Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung einschließlich der unterstützten Familienangehörigen und AsylbewerberInnen – erhalten jeweils zum 1. September den Pass automatisch per Post. Wer nach dem Stichtag zum Kreis der Berechtigten hinzukommt, bekommt ebenfalls Post beziehungsweise lässt sich im Fall neuer Arbeitslosengeld II-BezieherInnen den Ausweis in einem der Bürgerämter ausstellen.

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