Region
Schreibe einen Kommentar

GRÜNE fragen nach den Folgen der geplanten Ortsumgehung Hemmingen für Hannover

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

die-gruenenDette: "Durch den Bau der Ortsumgehung würden zusätzliche Belastungen an Verkehr, Luftschadstoffen und Lärm auf Hannover zukommen!"

"Wir haben die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu einer Anhörung eingeladen, weil wir wissen wollen, wie die durch eine überdimensionierte Ortsumgehung Hemmingen angelockten zusätzlichen Verkehrsmengen vom Straßennetz der Landeshauptstadt bewältigt werden sollen und welche Planungen es seitens der Landesbehörde gibt, damit die Landeshauptstadt, trotz zusätzlichem Verkehr, die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe und die EU-Umgebungslärmrichtlinie einhalten kann", erklärt Michael Dette, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion.

Dette: "Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hält am vierspurigen und planfreien Bau der Ortsumgehung fest, obwohl die Landeshauptstadt gefordert hatte, die Ortsumgehung Hemmingen B 3 (neu) nur dreispurig auszubauen und auf den planfreien Ausbau des Knotens B 3 (neu) / K221 in Devese zu verzichten. Damit würde eine der letzten Lücken im großzügigen Ausbau der Bundesstraße 3 zwischen Hannover und Göttingen geschlossen werden, wodurch zukünftig insbesondere der LKW-Verkehr verstärkt die B 6 (Westschnellweg) und die B 3 zur Abkürzung und Einsparung von Mautgebühren nutzen würde, anstatt Hannover über die mautpflichtigen Autobahnabschnitte A2 und A7 zu umfahren. Bereits heute gehören jedoch z.B. die Friedrich-Ebert-Straße und die Göttinger Straße als Teil der B 6 zu den am höchsten mit Luftschadstoffen und Lärm belasteten Straßen in Hannover. Allein bis heute wurden an der Göttinger Straße die seit dem 1.1.2005 geltenden Tagesmittelgrenzwerte für Feinstaub (PM10) von 50 µg/m³ schon 23 mal überschritten, obwohl nur 35 Überschreitungen pro Jahr erlaubt sind. Die seit Anfang dieses Jahres geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ werden dort sogar täglich deutlich überschritten."

Hintergrund:

Heute (Mittwoch, 21.04.2010) wird im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss auf Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Rat der Landeshauptstadt Hannover eine Anhörung zu den Folgewirkungen der geplanten Ortsumgehung Hemmingen B 3 (neu) hinsichtlich Verkehrsmengen, Luftqualität und Lärmbelastung im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Hannover durchgeführt zu der die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingeladen ist.

www.gruene-hannover.de

Kategorie: Region

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.