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Familienpolitik der Stadt zeigt Wirkung: positiver Trend bei Bevölkerungszahlen

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"Hannover ist ein guter Wohnort für Familien mit Kindern." Dieses Fazit zogen Oberbürgermeister Stephan Weil und Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter heute (20. April) anhand der aktuellen Zahlen in Hannover lebender Kinder, die entgegen früherer Prognosen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

So war man für das Jahr 2010 von 13.248 bis zu Zweijährigen ausgegangen. Tatsächlich können nun 688 Kinder mehr (13.936) festgestellt werden. Bei den Drei- bis Fünfjährigen gibt es aber mit 13.000 Kindern 423 mehr als prognostiziert (12.577).

"Eine Ursache für diesen Zuwachs liegt darin, dass es uns gelungen ist, die Abwanderung gerade junger Familien aus der Stadt in das Umland zu stoppen", erläutert Weil. Im Jahr 2008 verlor die Stadt per Saldo nur noch 650 EinwohnerInnen an das Umland, statt rund 2.000 vor etwa zehn Jahren und bis zu 3.500 in der Mitte der 1990er Jahre. Besonders die Zahl fortziehender Familien mit Kindern ist dabei gesunken. Ablesbar ist das wiederum an der Entwicklung der Kinderzahlen: Die jüngeren Kinder (ein bis drei Jahre), also die, deren Eltern die "klassischen" Abwanderer ausmachen, sind seit 2007 deutlich mehr geworden – ganz im Gegensatz zur Situation im Umland. Die letzten amtlichen Zahlen des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie weisen für die Stadt Hannover bei den unter Dreijährigen vom 1.1.2007 bis zum 1.1.2009 einen Anstieg von rund 500 (von 13.738 auf 14.230), für das Umland einen Rückgang um etwa 100 (von 14.230 auf 13.738) auf.

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Zu diesem Erfolg hat laut Weil der Mix unterschiedlicher Maßnahmen geführt, die die Stadt ausdrücklich vor dem Hintergrund der Abwanderung von Familien aus der Stadt aufgelegt hatte – vom Einfamilienhausprogramm über den Hannover-Kinder-Bauland-Bonus bis zu Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Stadtteile (Stadtplatz-Programm, "Integrierte Stadtteilentwicklung") oder zur Stärkung der Identifizierung mit den eigenen Stadtteil ("Hannover heißt Zuhause").

Wer sich entscheidet, in Hannover zu leben, ist in der Regel mit der Wohnsituation und den Lebensbedingungen in der Stadt und im Stadtteil zufrieden bis sehr zu frieden. "Hier urteilen Familien mit Kindern nicht anders als die übrige Bevölkerung, nämlich jeweils 80 Prozent sind mit ihrer Wohnung sehr zufrieden, je 77 Prozent mit dem Leben in ihrem Stadtteil," erinnert Weil an die Ergebnisse der Repräsentativerhebungen der der Stadt. "Bezeichnend ist aber, dass in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Familien geäußert haben, dass sie sich in ihrem Stadtteil sehr wohl fühlen."

"Da schlägt sich sicher auch nieder, dass wir als 'familienfreundliche Stadt’ strukturell schon lange gut aufgestellt sind", hebt Jugenddezernent Walter einen aktuellen Aspekt hannoverscher Familienpolitik hervor. "Das von der Prognos AG erarbeitete Gutachten bescheinigte uns das ja ausdrücklich."

"Allerdings stellt es Optimierungsbedarf bei den Service- und Kommunikationsleistungen fest. Hier haben wir – trotz der aktuellen Finanzkrise – in vielen Bereichen nachgebessert", erläutert Walter und nennt unter anderem die Einrichtung des Familien-Service-Büros, der Kinderbetreuungsbörse, die Rolle der Familienmanagerin oder das neue Besuchs- und Beratungsangebot für Eltern Neugeborener. "Das alles zusätzlich zu Anstrengungen wie dem Ausbau der Krippenplätze, der Einrichtung von Ganztagsgrundschulen und anderen Maßnahmen, mit dem wir das Leben für Familien mit Kindern in der Stadt und die Qualitäten Hannovers als familienfreundliche Stadt weiter optimieren."

"Bedenkt man, wie wichtig das innovative, kreative und dynamische Potenzial jüngerer Menschen in der Familiengründungsphase für die Gesellschaft insgesamt und dementsprechend auch für die Erneuerungskraft von Stadtgesellschaften ist, wird deutlich, wie notwendig und wichtig diese Maßnahmen sind," sind sich Oberbürgermeister und Dezernent einig.

Die nun vorliegenden tatsächlichen Kinderzahlen bilden die Grundlage, die Prognose für deren Entwicklung in den kommenden Jahren zu überarbeiten. Mit Ergebnissen dieser Überarbeitung rechnet die Stadtverwaltung im Mai 2010.

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