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Bilanz des Geschäftsjahres 2009: üstra schreibt erneut schwarze Null

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Die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis abgeschlossen. Dies gab das Unternehmen heute auf seiner Bilanzpressekonferenz in Hannover bekannt.

„Mit dieser schwarzen Null knüpfen wir an das gute Ergebnis des Vorjahres an und beweisen, dass wir dieses nicht durch Einmaleffekte erzielt haben", erklärte dazu André Neiß, der Vorstandsvorsitzende der üstra, bei der Vorlage der Bilanz. Die üstra sei auf dem eingeschlagenen Konsolidierungsweg wieder ein großes Stück vorangekommen. Zwar sei der Nahverkehr insgesamt noch nicht kostendeckend, betonte André Neiß. „Aber wir konnten den Zuschussbedarf durch die Region Hannover seit 2005 – sieht man von den Zahlungen zur Verringerung der Deckungslücke in der Altersversorgung ab – von rund 60 Millionen Euro damals auf heute 17 Millionen Euro reduzieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende der üstra. Geplant hatte das Verkehrsunternehmen für 2009 ein Minus von rund 1,9 Millionen Euro.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der üstra und Präsident der Region Hannover, Hauke Jagau, sagte zum Jahresergebnis: „Es ist wichtig, dass das Unternehmen im Wettbewerb mithalten kann. Dazu trägt auch der Partnerschaftsvertrag bei, den die Region Hannover mit der üstra geschlossen hat und der auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einiges abverlangt. Für ihre Bereitschaft, sich für ihr Unternehmen einzusetzen, will ich den Beschäftigten deshalb ausdrücklich danken."

Ohne Sondereffekte wäre das Ergebnis für 2009 noch deutlich besser ausgefallen. Zu den Sondereffekten gehörten vor allem eine Sonderdotierung für die betriebliche Altersversorgung des Unternehmens in Höhe von 8 Millionen Euro und eine Rückstellung für den gleichen Zweck von 13 Millionen Euro, die in Absprache mit der Region Hannover vorgenommen wurden. „Die Lücke in der betrieblichen Altersvorsorge konnte damit weiter geschlossen werden", betonte Wilhelm Lindenberg, im Vorstand der üstra zuständig für Personal und Betrieb.

Ursache für das erfreuliche Ergebnis ist die Tatsache, dass die üstra ihre Einnahmen im vergangenen Jahr deutlich steigern konnte. Aufgrund der im Dezember 2008 durchgeführten Tarifmaßnahme  (plus 4 Prozent) stiegen die Umsatzerlöse vom Fahrgast um 9 Millionen Euro (plus 7,6 Prozent) auf 128 Millionen Euro. „Diese positive Entwicklung bestätigt, dass die Tarifmaßnahme von unseren Fahrgästen akzeptiert wurde", unterstrich der üstra-Vorstandsvorsitzende André Neiß.

Gleichzeitig hat die üstra in 2009 in erheblichem Umfang investiert. Die Busflotte wurde mit acht Niederflur-Stadtbussen des Herstellers Solaris und elf Niederflur-Gelenkbussen des Herstellers MAN verjüngt, die über den neusten Standard zur Abgasreinigung verfügen. „Unser Ausstoß an Schadstoffen konnte damit erneut gesenkt und die Rolle des Nahverkehrs als aktiver Klimaschützer gestärkt werden", betonte Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Ausrüstung der Dachfläche des Busdepot Süd mit einer Photovoltaikanlage im vergangenen Jahr.

Außerdem schloss die üstra in 2009 ihr Erneuerungsprogramm im Automatenvertrieb ab. Insgesamt stattete das Verkehrsunternehmen seine Stadtbahnhaltestellen mit 318  neuen Fahrkartenautomaten aus, die die über zehn Jahre alten tix- und müx-Geräte vollständig ersetzt haben und den Fahrgästen deutlich mehr Komfort bieten.

Zum 31. Dezember 2009 hat die üstra rund 1.778 Vollzeit-Arbeitskräfte beschäftigt. Dass sind im Vergleich zum Vorjahr vier Vollzeit-Arbeitskräfte mehr. Außerdem wurde die Zahl der Auszubildenden von 72 auf 80 erhöht. Sie betreiben unter anderem das üstra-Infomobil – ein emissionsarmes Elektroauto – als Juniorfirma und sind damit auf Veranstaltungen und Wochenmärkten präsent.

Die Personalaufwendungen betrugen insgesamt 116,1 Millionen Euro. Sie lagen damit um 8,7 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Ursache hierfür waren in erster Linie die höheren Zuwendungen für die betriebliche Altersversorgung.

Den Geschäftsbericht der üstra gibt es als kostenlosen Download unter www.uestra.de.

Kategorie: Wirtschaft

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