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Wasserqualität der Badeseen in der Region Hannover

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Ab ins kühle Nass! Dem Badevergnügen in der Region Hannover steht zum Start der Saison 2010 nichts entgegen – zumindest aus hygienischer Sicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover, der bis zum 15. September nun regelmäßig die Wasserqualität der 25 freien Badegewässer in der Region überwacht. Das Ergebnis der ersten Testrunde in diesem Jahr: Überall ist das Baden in den Seen gesundheitlich unbedenklich.

Im vierwöchigen Rhythmus nehmen Hygieneinspektoren der Region Hannover Proben von jedem der 25 Seen. Dabei wird das Wasser bakteriologisch auf zwei Keimarten – so genannten Intestinalen Enterokokken und Escherichia coli – untersucht. Außerdem wird der See anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen geprüft, die beim Verschlucken gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Auch den allgemeinen hygienischen Zustand einer Anlage nehmen die Inspektoren in den Blick.

Überschreiten die Ergebnisse der Wasserproben die von der Niedersächsischen Badegewässerverordnung vorgeschriebenen bakteriologischen Grenzwerte, spricht die Region Hannover ein Badeverbot aus, das durch Schilder direkt am See kenntlich gemacht wird. In den vergangenen Jahren war das jedoch nicht erforderlich.

Einfluss auf die Wasserqualität haben vor allem bestimmte Wetterlagen. Starke Sonneneinstrahlung über mehrere Tage kann die Vermehrung von Blaualgen fördern, Einschwemmungen vom Ufer in Folge lang anhaltender Regenfälle wirken sich mitunter negativ auf die mikrobiologischen Befunde aus. So lagen beim Steinhuder Meer die Messergebnisse der Vorsaison-Probe über den Richtwerten der Badegewässerverordnung, aber noch deutlich unter den Grenzwerten. „Erfahrungsgemäß wird die bakteriologische Wasserqualität bei schönerem Wetter besser“, sagt Dr. Konrad Wolfarth vom Team Hygiene der Region Hannover.

Der Umweltmediziner weist zugleich darauf hin, dass starker Pflanzenwuchs in den Seen aus hygienischer Sicht kein gesundheitliches Risiko darstellt. „Wir haben es hier mit Naturseen zu tun, und da ist es nun mal selbstverständlich, dass darin auch Pflanzen leben und wachsen“, so Wolfarth.

Der Fachbereich Gesundheit überwacht 25 Seen in der Region, aufgrund ihrer Größe werden das Steinhuder Meer und der Altwarmbüchener See an zwei Badestellen beprobt. Die aktuellen Messwerte findet man unmittelbar nach der Analyse auf der Internetseite www.hannover.de (Suchwort: EU-Badegewässer). Hier werden – falls nötig – auch Badewarnungen durch vermehrtes Auftreten von Blaualgen veröffentlicht. An allen anderen Seen in der Region Hannover besteht ein generelles Badeverbot.

Aktuelle Informationen über Wasser und Freizeit in Region und Stadt Hannover bietet der Online-Bäderführer „Besser baden – schöner schwimmen". Hier gibt es weitere Infos nicht nur zu Badeseen, sondern auch zu allen Schwimmbädern.

Kategorie: Region

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