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Bürgerarbeit: Gutes Konzept und eine echte Alternative zur dauerhaften Arbeitslosigkeit

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„Die SPD-Ratsfraktion Hannover sieht in dem Modellprojekt Bürgerarbeit ein sinnvolles Konzept zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt“, erklärt Dr. Gudrun Koch, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Hannover.

Im Rahmen der Bürgerarbeit soll Arbeitslosen im SGB II (sog. Hartz-IV-Empfängern), die nach eingehender Prüfung aktuell keine Chancen auf direkte Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt haben, Möglichkeiten für eine sinnvolle Tätigkeit im Rahmen einer gemeinnützigen Beschäftigung gegeben werden. Dies soll in der Regel eine Beschäftigung von 30 Stunden/Woche mit einer Vergütung von 900 Euro zuzüglich Sozialversicherung sein. Für Alleinerziehende soll es bei Bedarf Teilzeitbeschäftigungen von 20 Stunden/Woche geben.

„Durch das Modellprojekt der Bürgerarbeit wird den Beteiligten eine Beschäftigungsperspektive von bis zu 3 Jahren gegeben, dies eröffnet bessere Möglichkeiten einer Vermittlung aus der Maßnahme heraus in den ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Dr. Gudrun Koch.

Mitte April 2010 hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Ausschreibung zur Durchführung von Modellprojekten für „Bürgerarbeit“ bekannt gemacht und alle Grundsicherungsstellen aufgefordert, bis zum 21. Mai 2010 entsprechende Konzepte einzureichen.

 „Wir fordern das Jobcenter in der Region Hannover auf, sich an dem bundesweiten Modellprojekt  Bürgerarbeit aktiv zu beteiligen und ein Konzept für Bürgerarbeit zu erstellen. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Mitgliedskommunen und unter Beteiligung von Trägern sozialer Einrichtungen und dem Stadtsportbund geschehen“, so sozialpolitische Sprecherin.

Ziel ist es, dass das Modellprojekt  bis zu 600 gemeinnützig Beschäftigte in der Region Hannover insgesamt umfasst. Die Landeshauptstadt Hannover sollte hierbei hinreichend berücksichtigt werden. „Zumal die gegenwärtigen Arbeitslosenzahlen in Höhe von 38.000 ALG-II Beziehern in der Region und davon 24.000 in der Landeshauptstadt Hannover ist Eile und Sorgfalt geboten. Bereits am 01. Juli könnte in Stadt und Region Hannover die Aktivierungsphase für die Projekte der Bürgerarbeit anlaufen“, erklärt Dr. Gudrun Koch.   

Es gibt vielfältige sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Bürgerarbeit in Stadt und Region Hannover. Dazu gehören beispielsweise die Begleitung von älteren und gehbehinderten Menschen im ÖPNV (wird zurzeit als üstra-Begleitservice bereits praktiziert), die Betreuung von öffentlichen Grünflächen durch so genannte Parkranger, Besuchsdienste in Pflegeheimen und weitere Tätigkeiten, die bereits heute zum Spektrum von gemeinnütziger Tätigkeit in Hannover gehören.

Kategorie: Politik

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