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Oberbürgermeister eröffnet 31. Innenhof- und Wohnumfeldwettbewerb

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Den diesjährigen Innenhof- und Wohnumfeldwettbewerb eröffnete Oberbürgermeister Stephan Weil gemeinsam mit dem langjährigen Juryvorsitzenden des Wettbewerbs, Walter Meyer, am Donnerstag, 27. Mai. Mit dem inzwischen 31. Wettbewerb setzt die Stadt die gute Tradition fort, bewohnergerecht gestaltete und ökologisch aufgewertete Freiflächen im Wohnumfeld zu prämieren und auszuzeichnen. Auch in diesem Jahr werden wieder Initiativen gesucht, die z. B. Höfe oder Hauseingangsbereiche umgestaltet und begrünt, Müllcontainerstellplätze verschönert oder praktische Fahrradabstellflächen geschaffen haben. Zusätzlich werden seit zwei Jahren Sonderpreise für gelungene Fassaden- oder Dachbegrünungen ausgelobt. Auch die Begrünung von Bauwerksteilen trägt zur Wohnumfeldverbesserung bei. Insbesondere da, wo für Bäume und Sträucher kein Platz ist, wirken Fassaden- und Dachbegrünungen klimatisch ausgleichend und Luft verbessernd.

Formlose Anmeldungen zum Wettbewerb nimmt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Langensalzastraße 17, 30169 Hannover, bis zum 31. August entgegen. Alle Teilnahmebeiträge werden am 21. September besichtigt und von einer fachkundigen Jury bewertet. Teilnehmen können sowohl MieterInnen als auch EigentümerInnen, VerwalterInnen oder Initiativen von Kulturzentren, Kinder- oder Senioreneinrichtungen. Den GewinnerInnen winken Geldpreise, die für zukünftige Investitionen im Wohnumfeld verwendet werden können.

Weitere Informationen sind dem in öffentlichen Einrichtungen ausliegenden Faltblatt zum Innenhof- und Wohnumfeldprogramm der Stadt zu entnehmen sowie im Internet unter www.hannover.de – Suchbegriff Innenhof- und Wohnumfeldprogramm – nachzulesen.

Der Innenhof- und Wohnumfeldwettbewerb wird von zahlreichen Institutionen der Wohnungswirtschaft, wie den Wohnungsgenossenschaften Gartenheim, Heimkehr, der GBH, der Meravis, Haus & Grundeigentum Hannover, dem Mieterbund, der LBS sowie den Medienpartnern HAZ und NDR 1 unterstützt.

Geschichtlicher Rückblick:

In den 1970er Jahren fehlte es insbesondere in den älteren, dicht bebauten Stadtteilen Hannovers, wie der Süd-, Ost- und Nordstadt, an wohnungsnahen Spiel- und Erholungsflächen. Angeregt durch Bewohnerinitiativen, die brach liegende Innenhöfe zu nutzbaren Spiel- und Aufenthaltsflächen gestalteten, rief die Stadt 1980 den ersten Innenhofwettbewerb aus.

Ab 1985 förderte zusätzlich der Wohnumfeldwettbewerb in den neueren Stadtteilen wie Roderbruch, Sahlkamp und Mühlenberg durch Bewohnerbeteiligung bei Verschönerungsaktionen neue Nachbarschaften und ein soziales Miteinander.

Beide Wettbewerbe wurden 1991 zum Innenhof- und Wohnumfeldwettbewerb zusammen gelegt und ihre Zielsetzungen miteinander verschmolzen: Umgestaltungen und ökologische Verbesserungen, die der gesamten Bewohnerschaft von Mehrfamilienhäusern zu Gute kommen, werden seither gefördert.

In den vergangenen 30 Jahren sind auf diese Weise über 1.100 Verbesserungen im privaten Wohnumfeld realisiert und durch das Programm gefördert worden. Viele grüne Oasen sind so entstanden und – getreu dem Motto des Wettbewerbs – wurden dabei aus BewohnerInnen NachbarInnen. Neben den Innenhöfen privater Mehrfamilienhäuser sind es zunehmend auch die modernisierten Wohnhöfe von Genossenschaftswohnanlagen, deren versteckte Qualitäten wieder herausgearbeitet und an die neuen Anforderungen der Mieter angepasst wurden.

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