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Erneuerung des Moorwaldweges

Ein neuer Belag für die wohl wichtigste Sackgasse Hannovers: Der eineinhalb Kilometer lange Moorwaldweg, der die Kirchhorster Straße mit der Mülldeponie Hannover-Lahe verbindet, wird ab 1. Juli für rund 1,2 Millionen Euro komplett erneuert. Für die Bauarbeiten muss die Straße an vier aufeinander folgenden Wochenenden gesperrt werden. Das bedeutet, dass Deponie, Wertstoffhof und Müllverbrennungsanlage am 10., 17., 24. und 31. Juli (sonnabends) nicht angefahren werden können.

Aufgrund des erheblichen Lkw-Verkehrs befindet sich der Straßenzustand des Moorwaldweges seit Jahren in einem bautechnisch erneuerungsbedürftigen Zustand. Gerade durch die vergangenen beiden Frostperioden hat sich der Zustand deutlich verschlechtert. Weil der Moorwaldweg die einzige Zufahrt zur Deponie ist, wurde dies bei der Planung und bei der Auswahl des Bauverfahrens berücksichtigt. In Abstimmung mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) wurde vereinbart, dass die Zufahrt zur Deponie an vier aufeinander folgenden Wochenenden in den Sommerferien jeweils von Freitagnachmittag, 17 Uhr, bis Montagmorgen, 6 Uhr, gesperrt werden kann.

Bei der Ausführung kommt ein Kaltrecyclingverfahren zum Einsatz. Die Vorteile dieses neuen Prozesses sind neben den kurzen Bauzeiten und somit Vermeidung von langfristigen Sperrungen auch die Wiederverwendung des vorhandenen Fahrbahnaufbruchs und somit der Wegfall von Entsorgungs- und Deponiekosten. Bei dem sogenannten IN-SITU-Verfahren (an Ort und Stelle) wird durch ein Großgerät die Oberfläche in einer Aufbaudicke von 22 Zentimetern gefräst und granuliert. Danach wird das Gemenge unter Zugabe von bituminösen und hydraulischen Bindemitteln gemischt, um dann mit dem gleichen Gerät wieder eingebaut und verdichtet zu werden. Diese entstandene Oberfläche wird als Tragschicht genutzt, auf die weitere Asphaltschichten von insgesamt zehn bis zwölf Zentimeter Dicke aufgebracht werden.

Um bei hohem Verkehrsaufkommen Lastkraftwagen künftig geregelt auf das Gelände einfahren lassen zu können, wird vor der Zufahrt zur Deponie eine Lkw-Spur eingerichtet. Neben der Fahrbahn erhält auch der Geh- und Radweg, der für viele RadfahrerInnen eine beliebte Verbindung in das Naherholungsgebiet Altwarmbüchener See ist, einen neuen Belag. Wegen des extrem starken Schwerlastverkehrs und des Verzichts auf Randeinfassung der Fahrbahn ist der Wiedereinbau von Schutzplanken unumgänglich.

Die Straßenbauarbeiten können aus betrieblichen Gründen der Deponie nur an den genannten Wochenenden freitags ab 17 Uhr durchgeführt werden. An den Wochentagen zwischen den Bauphasen ist die Fahrbahn für den Verkehr passierbar. Für die Einsatzfahrzeuge der Rettungsdienste und der Feuerwehr ist eine Zufahrt über den Moorwaldweg, auch während der Bauzeit, sichergestellt. Die Zufahrt zum Altwarmbüchener See bleibt in der gesamten Bauzeit passierbar.

Detaillierter Bauablauf:

  • 1. bis 9. Juli:  Vorarbeiten
    Herstellung des Radwegs, Erdarbeiten für Straßenverbreiterung im Bereich der Lkw- Standspur. In der Phase der Vorarbeiten wird der Verkehr auf dem Moorwaldweg mittels einer bedarfsabhängig gesteuerten Baustellenlichtsignalanlage geregelt.
  • 9. bis 11. Juli (1. Sperr-Wochenende: Auffräsen der bestehenden Fahrbahn mit anschließender Verdichtung des Fräsguts zur provisorischen Herrichtung der Befahrbarkeit.
  • 16. bis 11. Juli (2. Sperr-Wochenende)
  • 23. bis 25. Juli (3. Sperr-Wochenende): Durchführung des IN SITU-Verfahrens zur Herstellung der Tragschicht durch Vermischung des Fräsgutes mit hydraulischen und bituminösen Bindemitteln sowie Einbau einer bituminösen Tragschicht unter Vollsperrung.
  • 30. Juli bis 1. August (4. Sperr-Wochenende): Aufbringen der Asphaltbinder- und Asphalttragschicht auf die Tragschicht.
  • 2. bis 7. August: Restarbeiten
    Schutzplanken, Markierung, Beschilderung etc. unter örtlicher Einengung.
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