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Handwerkliche Hilfen: 2.000. Einsatz von „Senioren für Senioren“

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Die defekte Glühbirne in der Deckenlampe, das Anbringen einer Gardinenstange, das Aufstellen eines Schrankes oder der tropfende Wasserhahn – oft sind es kleine Handgriffe im Haushalt, die für SeniorInnen nicht mehr zu schaffen sind und daher den Alltag mühsam machen. Wenn Nachbarschaftshilfe fehlt oder Familienmitglieder nicht verfügbar sind, springen HelferInnen des ehrenamtlichen Handwerkerdienstes vom Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH) ein.

Gerade bei SeniorInnen, die so lange wie möglich selbständig leben wollen, ist der Service sehr gefragt: Heute, 13. Juli, gab es den 2.000. ehrenamtlichen Einsatz seit Beginn im Juli 2004. Regina Schuchardt in Waldheim freute sich dabei nicht nur über eine gewechselte Glühbirne, sondern auch über den Jubiläums-Blumenstrauß von Wolfgang Strotmann, Fachbereichsleiter Senioren.

Strotmann sieht in dem Service, den alle Menschen ab 60 Jahren in Hannover beanspruchen können, einen Ersatz für frühere nachbarschaftliche Unterstützungen. "Wir haben den Dienst als einen Baustein für ein selbstbestimmtes Leben älterer Menschen ins Leben gerufen", erläutert Strotmann und betont: "Der ehrenamtliche Dienst ist keine Konkurrenz zu Handwerksunternehmen, sondern eine Ergänzung zu deren Angeboten. Wir haben ihn mit der Handwerkskammer abgestimmt, die angesichts der Geringfügigkeit der Arbeiten keine Einwände hat."

Der Dienst wird ausschließlich von RuheständlerInnen durchgeführt. Ein Einsatz darf maximal zwei Stunden dauern und kostet fünf Euro.

Die Koordination der Einsätze hat der frühere Nachrichtentechnik-Ingenieur Hans-Jürgen Heider übernommen. Er stellt den Kontakt zwischen den SeniorInnen und "seinen" mittlerweile 18 MitarbeiterInnen her. Dabei ist Heider immer wieder auf der Suche nach gelernten Fachleuten, die Spaß daran haben, ihr Wissen ehrenamtlich weiter zu geben: "Auch unsere kleinen Handreichungen müssen schließlich fachgerecht durchgeführt werden", legt Heider Wert auf Qualität.

Potentiellen HelferInnen kann Heider von der Freude berichten, mit der viele Ältere den Besuch des Dienstes erwarten. "Die Kolleginnen und Kollegen erzählen immer wieder von interessanten Begegnungen, bei denen nach Erledigung des 'Auftrags' noch ordentlich geklönt wird." Zuweilen geht die Arbeit aber auch über das rein Handwerkliche hinaus. So stellte sich bei einem der Einsätze vor Ort heraus, dass die Anruferin sehr gebrechlich war und ihren Haushalt nicht mehr allein schaffen konnte. Ihr hat der Krisendienst des KSH umgehend geholfen.

Anmeldungen nimmt der KSH unter der Telefonnummer 168 – 4 23 45 entgegen.

Kategorie: Senioren

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