Allgemeine Nachrichten
Schreibe einen Kommentar

Festakt von SPD und AWO zu 100. Jahre Kurt Partzsch

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Ehrung für den „Architekten der Niedersächsischen Sozialpolitik“

Kurt Partzsch, der langjährige Niedersächsische Sozialminister (1961-1974), wäre am heutigen 26. Juli 2010 100 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren veranstalten die Fraktion der SPD im Niedersächsischen Landtag und der AWO Bezirksverband Hannover e.V. einen Festakt im Leibnizsaal des Landtags, Beginn ist heute um 16 Uhr. Die Begrüßung der Gäste erfolgt durch den AWO Vorsitzenden Axel Plaue, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Schostok und den Vizepräsidenten des Niedersächsischen Landtags, Dieter Möhrmann. Die Festreden halten Jutta Feise, Vizepräsidentin des Humanistischen Verbandes Niedersachsen, Dr. Friedhelm Bartels, Bundesvorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes und Wilhelm Schmidt, Vorsitzender im Präsidium des AWO Bundesverbandes.

Axel Plaue sagt über Kurt Partzsch: „Der Mann mit der Baskenmütze war der geborene Humanist. Er hatte ein Gespür für sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit und dafür, alle Menschen mit ihren Fähigkeiten anzuerkennen. Er kann ohne Umschweife „Architekt der niedersächsischen Sozialpolitik“ nach dem Zweiten Weltkrieg genannt werden. Und obwohl er gebürtig aus Dresden stammte, war er der Inbegriff eines Niedersachsen aus der Hymne, nämlich sturmfest und erdverwachsen!“

Der SPD Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok würdigt Kurt Partzsch‘ politische Lebensleistung: „Sie weist eine stattliche Bilanz auf: Städtebau, Förderung der älteren Menschen, Krankenhausreform und der Ausbau der hausärztlichen Versorgung auf dem Lande. Kein einziges Thema, das uns heute nicht ebenso aktuell erschiene. Er hat Maßstäbe für den modernen Sozialstaat gesetzt.“

Der neue Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister schreibt in seinem Grußwort: „Kurt Partzsch hat als Sozialpolitiker deutliche Spuren in Niedersachsen hinterlassen. Praktisch sein ganzes Leben lang hat sich Kurt Partzsch für soziale Gerechtigkeit in Niedersachsen und auch über die Landesgrenzen hinaus eingesetzt. Dafür ist Nie¬dersachsen ihm zu Dank und bleibender Anerkennung verpflichtet.“

Nach 1945 war Kurt Partzsch maßgeblich am Wiederaufbau der hannoverschen SPD beteiligt, von 1951-74 war er Mitglied des Landtages und ganze 13 Jahre lang, von 1961-74 Niedersächsischer Sozialminister. Nach der Wahl Alfred Kubels zum Ministerpräsidenten und der Bildung einer SPD-Alleinregierung übernahm er am 8. Juli 1970 zusätzlich das Amt des Stellvertretenden Ministerpräsidenten. Am 10. Juli 1974 schied er aus der Landesregierung aus. Die Geschäftsstelle des AWO Bezirksverbandes Hannover e.V. wurde nach ihm benannt und trägt heute den Namen Kurt-Partzsch-Haus.

Nach kurzer schwerer Krankheit starb Kurt Partzsch im August 1996. Bei seiner Beerdigung sagte der damalige Niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder: „Das Land hat einen seiner größten Politiker verloren, sicher den größten Sozialpolitiker in seiner Geschichte. (…) Was tun? Weiterarbeiten an dem, was er wollte, das ist unsere Aufgabe.“ Axel Plaue fügt hinzu: „ Eine wahrhaft soziale Politik, Gerechtigkeit und Chancengleichheit sind das Vermächtnis von Kurt Partzsch – und dem fühlen wir uns verpflichtet, heute mehr denn je.“

AWO Bezirksverband Hannover e.V
Kurt-Partzsch-Haus
Körtingsdorfer Weg 8
30455 Hannover

 

Kategorie: Allgemeine Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.