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Auf dem Weg zur Elektromobilität: Zehn neue Hybridbusse für Hannover

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Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erhält üstra eine Förderung in Höhe von 1,12 Millionen Euro für zehn neue Hybridbusse. Die umweltfreundlichen Fahrzeuge sollen ab Mitte 2011 durch Hannover rollen und zum Klimaschutz beitragen. Damit setzt üstra ihren Weg zu mehr Elektromobilität weiter fort.

Vorteile der Hybridbusse

„Hybridbusse für einen umweltverträglichen ÖPNV“ heißt das Förderprojekt, bei dem das BMU 20 Millionen Euro für Verkehrsunternehmen in Deutschland vorhält. Die Umweltvorteile von Hybridbussen überzeugen: Der Hybridbus hat zwei Elektromotoren und einen Dieselmotor. Die Elektromotoren unterstützen den Dieselmotor beim Anfahren, wenn die größte Energie benötigt wird. Während des Bremsens wird Energie gewonnen, die in einer Batterie auf dem Busdach gespeichert wird. So kann der CO2-Ausstoß um bis zu 29 Prozent auf stark befahrenen Linien in der Innenstadt verringert werden. Außerdem werden die Stickoxidemissionen der neuen Hybridbusse den EEV-Standard unterschreiten. Die Busse sind darüber hinaus mit einem geschlossenen Partikelfiltersystem ausgestattet. Dass diese Werte eingehalten werden, hat der Test in Hannover gezeigt: üstra betreibt seit Sommer 2008 einen Hybridbus und hat seinen Einsatz vom Fraunhofer Institut wissenschaftlich begleiten lassen.

So werden die neuen Busse einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutzaktionsprogramm der Region Hannover leisten, durch das die CO2-Emissionen in der Region bis zum Jahr 2020 um bis zu 40 Prozent gesenkt werden sollen.

Hybridbusse haben weitere Vorteile gegenüber Dieselbussen. Es erhöht sich der Fahrkomfort für die Fahrgäste, da der Bus ruckfrei anfährt und abbremst. Der Elektromotor ist zudem sehr leise. Der Kraftstoffverbrauch wird gesenkt, die innerstädtische Luftqualität verbessert. „Das Förderprojekt des Bundesministeriums ermöglicht eine innovative Weiterentwicklung der Hybridbustechnologie auch im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit“, bringt es Regionspräsident Hauke Jagau auf den Punkt: „Durch den Einsatz der Busse im innerstädtischen Linienverkehr und die Zusammenarbeit von Herstellern, regionalen Interessenvertretern und den Verkehrsunternehmen kann die Hybridbustechnologie Serienreife erlangen. Das ist ein Antrieb für den Klimaschutz.“

Mehr Elektromobilität

Innovative und umweltfreundliche Busse sind für üstra kein Neuland. Schon heute betreibt das Unternehmen mit seinen vollständig mit Partikelfiltern ausgerüsteten Bussen eine der umweltfreundlichsten Busflotten in Deutschland. „Wir wollen auch bei den Stadtbussen in die Elektromobilität einsteigen“, erklärt üstra Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg. Hybridbusse, so Lindenberg, überzeugen mit einer umweltfreundlichen und energieeffizienten Technik, die das Klima schont und den Umweltvorteil des öffentlichen Nahverkehrs gegenüber dem Individualverkehr auf Dauer aufrecht erhält.

Zeitplan

üstra schreibt die Bestellung von zehn umweltfreundlichen Hybridbussen in den kommenden Wochen offiziell aus. Das Bestellverfahren soll spätestens im Herbst abgeschlossen sein, die Busse sollen bereits Mitte 2011 ausgeliefert werden. „Da Hybridbusse vor allem im dichten Stadtverkehr die meisten Einsparungen erzielen, werden wir die neuen Busse schwerpunktmäßig auf der Buslinie 121, von der Haltenhoffstraße über den Hauptbahnhof zum Altenbekener Damm, einsetzen“, ergänzt Wilhelm Lindenberg.

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