Familien
Schreibe einen Kommentar

Piratenpartei Region Hannover kritisiert teure Notebooks an Lotte-Kestner-Schule

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

An der Lotte-Kestner-Schule in Hannover-Bothfeld werden aktuell weitere Laptop-Klassen der Initiative n21 eingeführt. (1)

Ein den Piraten zugespielter Scan (2) der technischen Daten der empfohlenen Geräte zeigt die Leistungsdaten der Notebooks.

So werden über "1.000 Euro" teure Geräte (3) den Eltern als Kaufempfehlung für die 10 jährigen Kinder vorgelegt. Diese entsprechen dem amerikanischen Militärstandard 810F (4) und sind besonders robust ausgelegt.

Über einen 36-monatigen Leasingvertrag kann das Gerät von den Eltern gemietet bzw. nach 39 Monaten auch gekauft werden.

Nach Ansicht der Piratenpartei gibt es hier primär ein Geschäft für die Lieferanten und die Leasinggesellschaft. Für die Eltern besteht hier keine Freiheit mehr evtl. vorhandene Notebooks – vielleicht auch älterer Bauart  – zu nutzen oder ein neues nicht "Top-Markennotebook" getestet nach einem Militärstandard zu kaufen.

In anderen Laptop-Klassen wurden viel günstigere Geräte angeschafft. Einfache Net- oder Notebooks gibt es heute bereits für 300 Euro. Theoretisch könnte so jedes Jahr ein neues Gerät gekauft werden.

Bei einem Blick über den deutschen Tellerrand hinaus, stösst man auf die weltweite Initiative „One Laptop Per Child“ (kurz OLPC), diese hat sich als Ziel gesetzt robuste und speziell auf Kinderbedürfnisse angepasste Laptops für "100 Dollar" zu entwerfen. Möglich wird dies auch durch den Einsatz von freier Software wie Linux und OpenOffice.

Die Piratenpartei Region Hannover fordert die Überprüfung der Vorgaben des Projekt-Modells. Mit den Eltern sollte dann gemeinsam eine sinnvolle Geräte-Alternative gefunden werden. Die Piratenpartei vermittelt gerne IT-Experten hierfür.

Bezahlen müssen sonst die inklusive 39-monatigem Leasingvertrag "1283,10 Euro" teuren "Notebooks" – nämlich die Eltern. Bei einer Klasse von 25 Schülern macht das in Summe um die 32.000 Euro – und das bei einer geplanten Nutzung im Unterricht von nur 20 bis 30%.

(1) http://www.lotte-kestner-schule.de/schulprofil/neue-medien/laptop-klassen/ bzw. http://www.n21.de

(2) http://www.piratenhannover.de/wp-content/uploads/2010/09/scannotebook.jpg

(3) http://www.twinhead.de/produkte/Prospekte/U14M_Leaflet_German.pdf

(4) http://en.wikipedia.org/wiki/MIL-STD-810

(5) http://de.wikipedia.org/wiki/OLPC_XO-1

Kategorie: Familien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.