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Grüne unterstützen geplante Broschüre

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die-gruenenWestphely: "Auch schwule und lesbische Paare sollen Eltern werden können."

"Durch die Berichterstattung der letzten zwei Tage zum städtischen Arbeitskreis "Lesbische Frauen werden schwanger – aber wie?" ist immerhin deutlich geworden, dass Information Not tut und es durchaus gute Gründe gibt, ein Faltblatt zu diesem Thema herauszugeben", stellt Ingrid Wagemann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion fest. "Homosexuelle Lebensweisen und Elternschaft ist sicher ein Thema, mit dem sich viele Hannoveranerinnen und Hannoveraner wenig beschäftigen. Für homosexuelle Paare mit Kinderwunsch ist das ein durchaus drängendes Thema, zu dem es wenig gebündelte Informationen gibt und auch die gesellschaftliche Akzeptanz noch wachsen muss."

Die gleichstellungspolitische Sprecherin Maaret Westphely zum gleichen Thema: "Politisch setze ich mich ein, dass Gleichstellungspolitik zum Abbau von Ungleichheiten beiträgt. Ich wüsste keinen Grund, warum ein homosexuelles Paar nicht ebenso geeignet ist, Kinder zu bekommen und zu erziehen, wie jedes andere Paar, dass auf natürlichem Wege kein Kinder bekommen kann. Es bestehen aber noch gesetzlich festgeschriebene Benachteiligungen und gesellschaftliche Vorbehalte gegen Regenbogenfamilien. Dem wollen wir entgegenwirken."

Den Bedarf sieht Maaret Westphely sehr deutlich: "Die Zahl vor allem lesbischer Paare mit Kinderwunsch steigt. In der Müttergruppe lesbischer Frauen finden sich immer mehr Interessentinnen, die (noch) gar keine Kinder haben, und der Arbeitskreis für die Broschüre ist zahlreich besetzt. Ebenso beschäftigte sich der runde Tisch "Schwule und Lesben" in seiner letzten Sitzung intensiv mit den rechtlichen Problemen, die die sog. Stiefkindadoption für lesbische Paare mit sich bringt."

"Auch zum Thema Kinderwunsch bei lesbischen Frauen sollen Hannovers Bürgerinnen Informationen, AnsprechpartnerInnen und Unterstützung finden. Dies lässt sich durch die geplante Broschüre in die Praxis umsetzten. Das finden wir gut", stellen die Vertreterinnen der grünen Ratsfraktion fest.

Hintergrund: Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete am 29. und 30.04.2008 über eine vom Referat für Gleichstellung geplante Informationsbroschüre für Lesben mit Kinderwunsch.

Das Recht der elterlichen Sorge, das Unterhalts- und Umgangsrecht wird der Vielfalt der Familienformen nicht gerecht, sondern ist einseitig auf das Leitbild verheirateter heterosexueller Eltern mit eigenen leiblichen Kindern ausgerichtet. Fremdadoptionen z. B. sind momentan nur durch Ehepaare oder Einzelpersonen möglich.

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Maaret Westphely, Tel. 0172/ 170 41 83
Ingrid Wagemann, Tel. 0173/ 64 70 151

www.gruene-hannover.de

PM: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Regionsverband Hannover

 

Kategorie: Politik

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