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„Familien leben in Hannover …ausgezeichnete Idee!“

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Hannover hat für Familien eine Menge zu bieten. Unter anderem tragen dazu viele Initiativen, Projekte, Aktionen und Einzelpersonen bei, die sich um "familienfreundliche Räume" kümmern, also um das gestaltete, gebaute und mit besonderen Inhalten gefüllte Lebensumfeld von Familien. Was hier Vorbildcharakter haben und zur Nachahmung anregen könnte, sollte der Wettbewerb "Familien leben in Hannover …ausgezeichnete Idee!" aufspüren, den die Stadt im August ausgelobt hat.

Eine kompetent besetzte Jury aus Vertreter-Innen der Ratspolitik, Wohnungswirtschaft, Wirtschaft, Eltern- und Schülervertretungen und Verwaltung hat aus 33 eingereichten Beiträgen sieben Preisträger ausgewählt. Sie erhalten als Auszeichnung und für die Fortsetzung ihrer Projekte Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, die in diesem Jahr von der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) zur Verfügung gestellt wurden.

Stadtbaurat Uwe Bodemann als Vorsitzender der Jury und Dieter Cordes, Sprecher der Geschäftsführung der GBH, haben heute (16. November) die Preise an den Verein Nachbarschaftsarbeit Canarisweg, die Baugemeinschaft Südstadtschule GbR, die Werkstätten Stadtkirchenverband Hannover gemeinnützige GmbH – Werkstatt Süd, die Initiative aus Eltern und Mitarbeitern der Kindertagesstätte Regenbogenkinder, die Private Elterninitiative "KiWoWi – Kinder wollen wissen", die Limmer-Eisbahn-Initiative sowie die Hotel VIVA CREATIVO GmbH verliehen. (Details zu den Auszeichnungen siehe Anlage 2).

Bewerben konnten sich Einzelpersonen und Gemeinschaften, Initiativen und Firmen, Wohnungsbauunternehmen, Betriebe, Restaurants und viele mehr. Die einzureichenden Projekte sollten nicht mehr nur eine Skizze, sondern bereits begonnen, aber nicht älter als fünf Jahre sein. Es konnten neu- oder umgestaltete Räume, drinnen oder draußen, für Wohnen, Freizeit oder im Arbeitsumfeld sein.

"Wir hatten gehofft, durch den Wettbewerb auf Praxisbeispiele zu stoßen, die zeigen, wie vielfältig man im Stadtraum Hannovers auf das Leben von Erwachsenen mit Kindern eingestellt ist", erläuterte Bodemann die Idee des Wettbewerbs. "Wir waren offen und sehr gespannt auf die Ergebnisse. Alle 33 Einreichungen haben uns in unserer Hoffnung bestätigt: Insgesamt zeigen sie eindrucksvoll, wie breit das Spektrum ist, mit denen man sich in Hannover für das Leben von Kindern, Jugendlichen und Familien im gebauten und gestalteten Umfeld engagiert – und wie man es mit inhaltlichen Angeboten füllt", freute sich der Stadtbaurat über das Resultat und dankte allen Teilnehmern für ihre Einreichung.

Für die Beurteilung hatte die Jury die vier Kategorien "Wohnen für Familien"!, "Innenräume für Familien", "Freiräume für Familien" sowie "Gastronomie, Dienstleistungen und Firmen für Familien" gebildet. Als Preisträger wählte sie die Beiträge aus, die sich ihrer Ansicht nach durch einen innovativen Ansatz, eine pfiffige Idee oder ein übergreifendes Konzept auszeichnen.

"Wir würden uns freuen, wenn die prämierten wie alle eingereichten Arbeiten viele Nachfolger finden würden – damit wir dem Leitbild der Familienfreundlichkeit in Zukunft auch weiter darin entsprechen, dass wir sozusagen die gebaute hardware der Stadt mit vielen anderen Angeboten exemplarisch verknüpfen," erklärte der Baudezernent.

Bodemann dankte in diesem Zusammenhang der GBH für ihre Unterstützung des Wettbewerbs. "Unser Anliegen trifft sich hier in hervorragender Weise mit dem der Stadt", unterstrich GBH-Geschäftsführer Dieter Cordes. "Wir wollen, dass sich die Menschen in Hannover wohl fühlen, dass sie hier gern und gut leben. Dafür möchten wir unseren eigenen Beitrag leisten und fördern mit großer Überzeugung andere in ihrem Bemühen für dasselbe Ziel."

Die eingereichten und die prämierten Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 14. Dezember in der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu sehen.

 

Die Preisträger:

  • Kategorie „Wohnen für Familien"

„Hier lebe ich- hier leben wir" – Canarisweg
Verein Nachbarschaftsarbeit Canarisweg- Miteinander für ein schönes Viertel e.V.

3.000 Euro

Der Verein bietet als Kids-club einen Treffpunkt für Eltern und Kinder, einen kostenfreien Mittagstisch für alle Menschen aus dem Block und kümmert sich um die Begrünung der Innenhöfe. Hier ist die wertvolle, integrative und interkulturelle Arbeit in einem sozial schwierigen Wohnumfeld zu betonen.

„inklusiv(e) wohnen" gemeinschaftliches Wohnprojekt Südstadtschule
Baugemeinschaft Südstadtschule GbR

2.000 Euro

Die Baugemeinschaft hat mit ihrem Projekt „Inklusiv(e) wohnen" in dem von Architekt Lindau 1962 errichteten Umbau der denkmalgeschützten ehemaligen Sehbehindertenschule nicht nur ein generationsübergreifendes Gemeinschaftsprojekt für Wohnen und Arbeiten geplant, sondern sie öffnen sich durch die Integration der Stadtteilbibliothek als Kinder- und Jugendbibliothek auch zum Stadtteil.

  • Kategorie „Innenräume für Familien"

„Kleefelder Treffpunkt"
Werkstätten Stadtkirchenverband Hannover gemeinnützige GmbH – Werkstatt Süd

2.000 Euro

Das Projekt wurde für seine Ausrichtung auf die Zukunft ausgezeichnet. Der Kleefelder Treff qualifiziert und vermittelt Jugendliche in Ausbildung, indem in einem ertüchtigten denkmalgeschützten Gemeindehaus ein familienfreundlicher Veranstaltungsbetrieb, den die Jugendlichen führen, ins Leben gerufen wurde. Er stellt einem breiten Publikum vielfältige Angebote und Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Preisgeld soll für eine Ausweitung des Angebots für junge Alleinerziehende verwendet werden. 

Regenbogenkinder e.V.
Initiative aus Eltern und Mitarbeitern der Kindertagesstätte

2.000 Euro

Der Verein „Regenbogenkinder e. V.“ bietet für Kinder ab der fünften Klasse, nachdem diese aus der gesetzlichen Hortbetreuung fallen, eine Schulkindbetreuung an. Das Angebot geht von Mittagessen, über Hausaufgabenbetreuung bis zu Betreuungsangeboten in einem eigenen Holzhaus, das neben der kooperierenden Kindertagesstätte „Arche Noah unterm Regenbogen“ errichtet wurde. Der Verein, finanziert durch Elterngeldbeiträge, Sponsoring und Vermietung der Räumlichkeiten, löst mit seiner Arbeit ein akutes Problem der Kinderbetreuung

  • Kategorie „Freiräume für Familien“

„KiWoWi – Kinder wollen wissen“
Private Elternintiative

3.000 Euro

Das Projekt „KiWoWi- Kinder wollen wissen“ steht für ein vorbildliches Engagement für Kinder und Familien: Kinder und Eltern „arbeiten“ in Form eines Naturkindergartens auf einer zur Verfügung gestellten Gartenparzelle zusammen, pflanzen und ernten gemeinsam. In einer Steinlaube finden „Schlechtwetterveranstaltungen“ statt. Es entsteht ein interkultureller Familien-Treffpunkt in einer Kleingartenanlage.

Limmer Eisbahn
Limmer- Eisbahn-Initiative

1.000 Euro

Das Projekt „Limmer Eisbahn“ der Limmer-Eisbahn-Initiative wird für sein eigenverantwortliches Engagement ausgezeichnet. Im Winter 2009 hat eine kleine Initiative, die sich schnell auf mehrere hundert Unterstützer erweiterte, eine Eisbahn mit Schlittschuhverleih geschaffen. Das Preisgeld soll für den Ankauf von Kinderschlittschuhen verwendet werden, so dass künftig noch mehr Kinder aus Schulen und Kindertagesstätten das Angebot nutzen können. Außerdem ist eine automatische Beregnungsanlage geplant.

  • Kategorie „Gastronomie, Dienstleistungen und Firmen für Familien“

Hotel VIVA CREATIVO GmbH

2.000 Euro

In dem Themenhotel steht Angehörigen von herzkranken Kindern, die in der MHH behandelt werden, kostenlos ein Zimmer („Kinderherz-Zimmer“) zur Verfügung. Das Hotel gibt zehn Prozent seiner Einnahmen an den Verein Kinderherz. Zusätzlich hat das Hotel ein Besprechungszimmer zu einem Klassenraum umgestaltet, in dem bis zu fünf Kinder in sozial schwierigen Situationen vom Personal „unterrichtet“ werden können. Dafür stellt das Personal eine Stunde Arbeitszeit und seine Kenntnisse (Sprachen, Mathematik, Backen, Kochen etc) zur Verfügung.

Außerdem stehen alle Arbeiten im Internet unter www.hannover-ausgezeichnete-idee.de

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