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75. Jahrestag der Bücherverbrennung

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Stadtbibliothek zeigt Ausstellung „10. Mai 1933 – Stichtag der Barbarei“

 

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 zeigt die Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, die Ausstellung "10. Mai 1933 – Stichtag der Barbarei". Die Ausstellung wird heute (5. Mai) um 19.30 Uhr eröffnet und ist vom 6. Mai bis zum 12. Juli 2008 zu sehen.

Auch in Hannover gab es am 10. Mai 1933 eine Bücherverbrennung. Die Ausstellung zeichnet die Ereignisse nach und stellt sie in den Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen zur Ausgrenzung von AutorInnen und zur Unterdrückung unerwünschter Literatur, wie den "Säuberungen" der öffentlichen Bibliotheken und der Buchhandelssortimente sowie den später folgenden "schwarzen" Listen.

 

 

Anhand von Dokumenten aus dem Niedersächsischen Staatsarchiv und der Stadtbibliothek Hannover werden die Ereignisse in Hannover beleuchtet, die sich gegen demokratische, liberale, linke sowie jüdische Literatur richteten und die in einem Fackelzug mit anschließendem Fanal an der beim Maschseebau zerstörten Bismarcksäule ihren sichtbaren Ausdruck fanden. Welche SchriftstellerInnen auf den ersten "schwarzen Listen" standen und welche Auswirkungen die Indizierung ihrer Werke auf den Buchhandel und die öffentlichen Bibliotheken hatte, insbesondere die Stadtbibliothek Hannover, ist ebenso Teil der Ausstellung wie eine umfangreiche Präsentation von Büchern, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland verboten waren.

Zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung knüpft die Stadtbibliothek Hannover damit an die Ausstellung "Stichtag der Barbarei" an, die sie vor 25 Jahren im Mai 1983 gezeigt hat. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen:

Am 21. Mai spricht um 19 Uhr Dr. Jan-Pieter Barbian aus Duisburg zum Heine-Zitat "…dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen" über den Verlust der Literatur jüdischer AutorInnen nach 1933. Am 28. Mai um 19 Uhr hält Dr. Carola Schelle-Wolff, Direktorin der Stadtbibliothek Hannover, unter dem Titel "Eine Literatur wird vernichtet" einen Vortrag zu Vorgeschichte und Auswirkungen der studentischen "Aktion wieder den undeutschen Geist" 1933.

Führungen durch die Ausstellung werden am 8. und 19. Mai sowie am 12. Juni jeweils um 17 Uhr angeboten; außerdem am 28. Juni zwischen 18 und 23 Uhr im Rahmen der Nacht der Museen.

PM: Presseserver Hannover

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