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Alkoholprävention im Sport(verein): Mehr Fun – weniger Alkohol

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"Mehr Fun – weniger Alkohol", das Motto des städtischen Alkoholpräventionsprogramms für Jugendliche, gilt seit dem vergangenen Jahr auch für hannoversche Sportvereine. Die Kooperation vom Jugendschutz der Stadt Hannover und dem Stadtsportbund mit einzelnen Vereinen geht mit Hilfe engagierter Sponsoren jetzt in die zweite Saison.

Fünf Handball- beziehungsweise Fußball-Mannschaften der A- und B-Jugend aus fünf Vereinen spielen in Projekttrikots, nehmen an Workshops und Mitmachaktionen teil – und werden so zu "Botschaftern" der Idee, dass Sport ohne, oder zumindest mit ganz wenig Alkohol auskommt.

Der Idee hat sich auch Fußballprofi Per Mertesacker verschrieben: Das Idol vieler NachwuchskickerInnen fördert über seine Stiftung nicht nur das Projekt, er selbst hat jetzt dessen Schirmherrschaft übernommen.

Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter freute sich heute (23. November) bei der Vorstellung der Projektfortsetzung besonders über das Engagements des Fußballstars: "Immer noch scheint Alkohol als allgemein sanktionierte Volksdroge zu bestimmten Freizeittätigkeiten geradezu notwendig dazuzugehören. Werbung für Alkohol ist in diesem Umfeld besonders attraktiv und gewinnbringend. Wenn wir daher gerade jungen Menschen nahebringen wollen, dass Sport und Alkohol nicht zusammen gehören, sondern man auch ohne Alkohol Spaß haben kann, sind Vorbilder, mit denen sie sich identifizieren können, ungeheuer wichtig. Per Mertesacker als Schirmherr ist genau das, was wir uns für unser Projekt gewünscht haben!"

Stefan Mertesacker, der seinen Sohn heute vertrat, unterstrich die Bedeutung solchen Engagements: "Prominente Sportlerinnen und Sportler sind immer Vorbilder für die Jugendlichen. Die Kids schauen sich genau an, wie die 'Großen' leben, denken und feiern. Gerade deshalb ist es wichtig, ihnen zu vermitteln, wie wichtig ein suchtfreies Leben ist."

Rita Girschikofsky, Präsidentin des Stadtsportbundes, hob die Rolle der Vereine bei der Alkoholprävention hervor: "Über Sportvereine erreichen wir die Jugendlichen sehr gut und können sie in den Workshops für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol sensibilisieren."

In dieser zweiten Projektsaison beteiligen sich Hannover 78 mit Handballerinnen der B-Jugend, TuS Ricklingen mit Handballern der B-Jugend, VfV Hainholz und OSV Hannover mit Fußballern der B-Jugend, sowie VfB Wülfel mit Fußballern der A-Jugend.

Dass zwei von den fünf Sportvereinen bereits in der vergangenen Saison dabei waren, zeigt, wie hoch die Bedeutung für die langfristige Vereinsarbeit eingeschätzt wird.
Die Beteiligung geht übrigens nicht auf aktuelle Probleme in den Vereinen zurück, sondern auf die grundsätzliche Bereitschaft, den Mannschaften neben Training und Taktik auch gesellschaftliche Werte zu vermitteln. Durch das Präventionsprojekt soll den Jugendlichen ein selbstkritischer Umgang mit Alkohol und die Entwicklung eigener Grenzen nahegebracht werden. Auch Gruppendruck und alkoholische Belohnungen für sportliche Leistungen sind wichtige Themen. Dafür wird ein verbindliches Regelwerk erarbeitet, welches für die Mannschaften gilt. Trainer und Betreuer sind bei den Workshops anwesend und diskutieren mit.

Die jugendlichen Teams spielen während der gesamten Saison in Trikots, die mit "Mehr Fun – weniger Alkohol" auf das Programm hinweisen. Sportkleidung und Bälle konnten mit Hilfe der Per-Mertesacker-Stiftung, der NP-Sportstiftung, der Sparkasse Hannover und der union-boden GmbH angeschafft werden.

Um die Öffentlichkeit zu informieren, fährt mit freundlicher Unterstützung der üstra eine gestaltete Straßenbahn durch Hannover.

"Mehr Fun – weniger Alkohol im Sport-(verein)" ist ein weiterer Baustein des Programms, mit dem der städtische Jugendschutz für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Volksdroge Alkohol wirbt. Dazu gehören Filmtage, Informationswochen in Schulen sowie Angebote für jugendliche Fußballfans, ihren Bundesligaverein Hannover 96 alkoholfrei zu Auswärtsspielen zu begleiten.

Ansprechpartner sind Walter Swiderke und Frank Woike vom Jugendschutz der Stadt Hannover.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.streetwork-hannover.de/Jugendschutz zu finden.

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