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Verlacht, verboten und gefeiert

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Frauenfußball boomt und gilt heute mit über 20 Millionen aktiven Fußballspielerinnen als weltweit beliebtester Frauen-Teamsport. Allein beim DFB kicken derzeit etwa  850.000 Mädchen und Frauen. Das Niveau ist hoch: Taktik, Athletik, Technik und Spielkultur des deutschen Frauenfußballs setzen auch international Maßstäbe. Bereits 2 Mal gewannen die Fußballspielerinnen die Weltmeisterschaft: 2003 in den USA und 2007 in China. In Finnland wollen die Frauen 2009 zum siebten Mal Europameisterinnen werden. Und 2011 ist Deutschland erneut Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft. Eine  Ausstellung mit dem Titel "Verlacht, verboten und gefeiert – Zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland"  vom 5. bis 28. Mai im Bürgersaal des Neuen Rathauses widmet sich dieser sportlichen  – und wie die Ausstellung zeigt – gar nicht so Frauen untypischen Leidenschaft. Zugleich zeigen die Exponate, dass die Geschichte des Frauenfußballs auch eine Verbotsgeschichte darstellt, eine Geschichte des Kampfes gegen männliche Vorurteile und Bevormundungen. Kaum jemand weiß, dass erst 1970 durch den DFB  das Fußballspielverbot für Frauen aufgehoben wird. Und obwohl Frauenfußball längst zu einem Aushängeschild des DFB geworden ist und sich für Deutschlands Fußballerinnen vieles zum Besseren gewandelt hat, ist der Geschlechterkampf immer noch nicht abgeschlossen.

Die Ausstellung will Geschichte, Probleme und Perspektiven des Frauen- und Mädchenfußballs in Deutschland hintergründig und jenseits des Mainstreams dokumentieren. Zugleich will sie ein zusätzliches öffentliches Forum für den Frauenfußball schaffen und für seine Belange werben. Unter anderem werden Aspekte wie die Anfänge des Frauenfußballs in Schottland, der Frauenfußballboom in England von 1915 bis 1920 und das darauf folgendes Verbot ebenso behandelt wie Frauenfußball in der Weimarer Republik, das Spielverbot im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland sowie die Situation des  Frauenfußballs in der DDR. Natürlich kann auch um die Rolle der Medien dabei nicht ignoriert werden.

Brigitte Vollmer-Schubert, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, die die Ausstellung nach Hannover holte, erklärte; "Die Ausstellung ist vielseitig und sehr unterhaltend. Zugleich bietet das Rahmenprogramm, zwei hochkarätig besetzte Diskussionsveranstaltungen Mit dem Projekt bieten wir ein informatives und interessantes Forum zum Thema Mädchen- und Frauenfußball."

Nach der Diskussionsrunde zur Eröffnung der Ausstellung am 5. Mai unter anderem  mit Martin Kind, Präsident Hannover 96, Bibiana Steinhaus, erste FIFA-Schiedsrichterin, Britta Carlson, ehemalige Nationalspielerin und Dieter Schatzschneider, ehemaliger Spieler von Hannover 96 gibt es am Sonnabend, 19. Mai um ebenfalls eine öffentlichen Talkrunde zum Thema Fußball, Jugendarbeit und Vereinsarbeit.

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag  von 10 bis 18 Uhr sowie an Sonnabenden und Sonntagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

PM: Presseserver Hannover

 

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