Wirtschaft
Schreibe einen Kommentar

Heiße 120 Grad trocknen Scheitholz

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Kompakte Trocknungscontainer ersetzen durch Brand zerstörte Anlage

Die neue Trocknungsanlage des enercity HolzenergieCenters auf dem Gelände des Gemeinschaftskraftwerks Stöcken ist pünktlich zur Heizsaison in Betrieb gegangen. Die im Februar diesen Jahres durch einen Brand zerstörte Trocknungskammer des enercity HolzenergieCenters ist durch fünf neue Trocknungscontainer ersetzt worden.

Die mobilen Trocknungsbehälter stehen neben der Säge-Spalt-Maschine, die Baustämme bis zu 55 Zentimeter Dicke zerkleinert und dann mit 50 Tonnen Druck in handliche Holzscheite zerteilt. Die Scheite fallen nun direkt in die Container, die nach der Befüllung mit einem speziellen Vlies abgedeckt werden. Dadurch kann die feuchte Luft entweichen, aber kein Regen eindringen.

Die mit dem frischen Holz gefüllten Container werden zu speziellen Andockstationen gefahren, um das Scheitholz mit umweltfreundlicher Fernwärme zu trocknen. Die Wärme wird im Kraftwerk vor Ort nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt. Je nach Feuchtigkeit des Holzes dauert es nun drei bis fünf Tage, bis in jedem der Container 35 Kubikmeter bestes Brennholz entsteht. Das Holz weist maximal 20 Prozent Restfeuchte auf und ist damit sofort einsatzfähig. Zudem ist es dank der heißen Schnelltrocknung garantiert insektenfrei.

Bereits seit November 2007 bietet das HolzenergieCenter erfolgreich gebrauchsfertige Holzscheite an, die besonders energieeffizient getrocknet werden. Es ist die erste Einrichtung dieser Art, die zur Beheizung der modernen Trocknungskammer beziehungsweise der Trocknungscontainer die im benachbarten Gemeinschaftskraftwerk Hannover ausgekoppelte Wärme nutzt. Auch Pellets und Anmachholz können in Stöcken erworben werden.

Holz bietet eine gleichwertige, praktikable Alternative im urbanen Wärmemarkt. Große Teile des Holzes stammen aus Wäldern der Region sowie den nördlich im Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld liegenden rund 1.800 Hektar umfassenden enercity-Wäldern. Heizen mit Holz ist bei langfristig steigenden Energiepreisen eine interessante Alternative.

Kategorie: Wirtschaft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.