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Delegation aus der Region Hannover besucht Partnerkreis Unter-Galiläa

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Regionspräsident Hauke Jagau und Landrat Mordechai Dotan haben am Sonntag die Bedeutung der Partnerschaft zwischen der Region Hannover und dem Landkreis Unter-Galiläa in Israel bekräftigt. Die Partnerschaft sei unverzichtbar, um ein gegenseitiges Verständnis aufzubauen und zu stärken, waren sich beide einig. Anlass war der Besuch einer Delegation aus der Region Hannover in Israel.

„Angesichts unserer Vergangenheit bin ich tief beeindruckt, wie offen und freundlich wir hier aufgenommen worden sind“, sagte der Regionspräsident während des offiziellen Empfangs im Kibuzz Lavi. Auch heute gebe es Rassismus und Antisemitismus. „Wir müssen dafür sorgen, dass es nie wieder zu solchen Verbrechen kommt wie im Nationalsozialismus“, sagte Jagau.

Die 15-köpfige Delegation aus Mitgliedern der Regionsversammlung und der Regionsverwaltung ist seit Donnerstag in Israel. Die Partnerschaft mit Unter-Galiläa besteht seit 1981 und ist die älteste Partnerschaft zwischen zwei Gebietskörperschaften in Deutschland und Israel. Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen den Schülern der Justus-von-Liebig-Schule, die auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem liegt, und der Kadoori-Schule in Unter-Galiläa – beide Schulen bilden unter anderem im Bereich Gartenbau aus.

Bereits am Freitag hatte die Gruppe aus Deutschland zusammen mit Landrat Mordchai Dotan die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht und am Ort der verlorenen Gemeinden einen Kranz niedergelegt. In diesem Teil der Gedenkstätte sind die Namen der vernichteten jüdischen Gemeinden verzeichnet. „Es ist unfassbar zu sehen, was Menschen anderen Menschen angetan haben. Wir müssen uns immer wieder deutlich machen, dass hinter der Zahl von 6 Millionen ermordeten Juden Einzelschicksale und Gesichter stehen“, sagt Regionspräsident Jagau. Die Opfer dürften nicht vergessen werden.

Wie kompliziert die Verhältnisse in Israel auch heute sind, zeigte ein Besuch des arabischen Dorfes Shibli bei Unter-Galiläa, dessen Schule eine Partnerschaft mit der IGS Langenhagen pflegt. Dort entspann sich eine Diskussion zwischen Landrat Dotan und arabischen Israelis über die Frage der Chancengleichheit von Juden und Arabern in Israel. „Wir können  uns kein Urteil über die Situation hier erlauben“, sagte Jagau abschließend. „Aber miteinander zu sprechen ist der erste Schritt.“

Als Gastgeschenk finanziert die Region Hannover die Neuanpflanzung von 60 Bäumen in Unter-Galiläa – mit Blick auf das 60-jährige Bestehen des Staates Israel, das während des Aufenthalts der Delegation am Donnerstag begangen wird. „So wie diese Bäume soll unsere Freundschaft wachsen“, sagte Jagau.

PM: Region Hannover

 

Kategorie: Region

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