Politik
Schreibe einen Kommentar

Oberbürgermeister stellt neuen Standort für die Volkshochschule vor

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Die Spekulationen über den zukünftigen Standort der Volkshochschule haben ein Ende: Oberbürgermeister Stephan Weil schlägt dem Rat vor, die ehemalige Schule Am Hohen Ufer nach Grundsanierung zu einem modernen Volkshochschulstandort auszubauen.

"Wir haben damit eine für die VHS und die weitere Stadtentwicklung sehr gute Lösung gefunden. Die Schule Am Hohen Ufer bietet der VHS attraktive Rahmenbedingungen, die an diesem Standort gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Altstadt und des Hohen Ufers leisten wird," betonte der Oberbürgermeister am Donnerstag (20. Januar) bei der Vorstellung der Pläne. "Darüber hinaus bietet der Standort Am Hohen Ufer gegenüber dem bisherigen Vorschlag eines Neubaus am Raschplatz sowohl wirtschaftliche als auch zeitliche Vorteile. Finanziell ist ein Umbau der Schule für rund neun Millionen Euro etwa drei Millionen Euro günstiger. Zeitlich kommen wir gegenüber einem Neubau mit der Sanierung des vorhandenen Gebäudes deutlich schneller voran."

Für den als Neubau-Standort ursprünglich erwogenen Raschplatz strebt die Stadt unverändert eine städtebauliche Weiterentwicklung an. "Wir sind zuversichtlich, für diese attraktive Lage Investoren zu finden," sagte Weil.

Für die Lösung Schule Am Hohen Ufer sprechen unter anderem wirtschaftliche Vorteile und eine Verbesserung der räumlichen Verhältnisse:

Wirtschaftliche Vorteile:

  • Die Baukosten sind mit rund neun Millionen Euro deutlich niedriger als bei anderen Varianten. Dies liegt insbesondere am besseren Gebäudezustand als z.B. beim Theodor-Lessing-Platz.
  • Es sind keine Auslagerungen mit Doppelumzügen erforderlich wie bei einer Sanierung des Bestandsgebäudes.
  • Dazu kommt, dass eine aufwändige Baukonstruktion entfällt, wie sie bei einem Neubau am Raschplatz erforderlich wäre.
  • Da die Sanierung nach städtischen Standards erfolgt, werden die geltenden gesetzlichen Regeln zum energiesparenden Bauen nochmals um 30 Prozent unterschritten. Damit liegen auch die Folgekosten niedrig. 
  • Gegenüber allen anderen Varianten (Sanierung des alten VHS-Gebäudes oder Neubau) ist die Verlagerung in die Schule Am Hohen Ufer die kostengünstigste Lösung.

Verbesserung der räumlichen Verhältnisse:

Die Schule Am Hohen Ufer hat rund 7.100 Quadratmeter Nettogrundfläche. Davon sind rd. 6.200 Quadratmeter für die VHS vorgesehen (jetzt: 5.000 Quadratmeter) und ein Lagerbereich mit rd. 900 Quadratmeter für andere städtische Nutzungen im Keller.
In dem Gebäude kann der gesamte Raumbedarf der Volkshochschule abgedeckt werden. So ist ein 300 Quadratmeter großer Saal (jetzt: 150 Quadratmeter) genauso eingeplant wie eine Cafeteria. Ein großzügiges Foyer bietet angemessene Möglichkeiten für Empfang, Ausstellungen und moderne Formen von Begegnung und Lernen. Sowohl die früher im Raschplatz-Pavillon als auch in der Birkenschule übergangsweise genutzten Flächen der Volkshochschule sind im Gebäude mit entsprechenden Räumen berücksichtigt.

Nach dem Ratsbeschluss wird unverzüglich die Sanierung in Angriff genommen. Erster Schritt ist die europaweite Ausschreibung der Sanierungsplanung. Für das gesamte Vorhaben ist ein Zeitrahmen von rund dreieinhalb Jahren realistisch, bis die Volkshochschule in ihr neues Domizil einziehen kann. Dann wird das Gebäude kaum wiederzuerkennen sein. Neben der Fassade einschließlich der Fenster wird auch die gesamte Haustechnik erneuert, die Aufteilung der Räume optimiert und insgesamt das Ambiente eines modernen, rundum erneuerten Gebäudes vermittelt.

Einbezogen in die Planungen zur Verlegung der VHS in die Schule Am Hohen Ufer wurde auch die Vermarktung von Flächen des jetzigen Schulhofes. Gleichzeitig mit der Sanierungsplanung beginnt deshalb auch die Vermarktung von zwei Teilflächen, in denen Wohnen und teilweise auch gewerbliche Nutzung (z.B. Gastronomie) möglich werden. Durch diese optimal angeordneten und entsprechend gestalteten Neubauten sowie durch eine qualitätsvolle Überplanung der in die Jahre gekommenen Fassade des alten Schulgebäudes gewinnt auch dieser Bereich städtebaulich deutlich an Qualität.

Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.