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Grundsteinlegung für das „MoorIZ“

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Schon im Sommer soll das neue Moorinformationszentrum in Resse bezugsfertig sein

Grundsteinlegung für „MoorIZ“: Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, Finanzdezernentin Barbara Thiel und der Bürgermeister der Gemeinde Wedemark, Tjark Bartels, haben heute gemeinsam eine Kassette mit Zeitungen, Münzen und Bauplänen in das Fundament des zukünftigen Moorinformationszentrums in der Ortschaft Resse eingemauert. Schon im Sommer soll das Gebäude bezugsfertig sein.

„Mit dem Otternhagener, Helstorfer, Bissendorfer sowie dem Schwarzen Moor kann die Region Hannover gleich vier Hochmoore vorweisen, die mit ihrer Schönheit und Artenvielfalt zu den bedeutendsten Naturräumen Niedersachsens zählen“, hob Prof. Priebs bei dem symbolischen Akt hervor: „Mit der Einrichtung des Moorinformationszentrums will die Region Hannover das Bewusstsein für den ökologischen Wert und den Erhalt dieses einzigartigen Landschaftstyps schärfen, der zugleich ein wichtiger Erholungsraum für die Einwohnerinnen und Einwohner der Region ist.“ Mit dem MoorIZ werde in diesem Zusammenhang ein weiteres attraktives Angebot geschaffen, auch unabhängig davon, ob das von der Region geplante Naturschutzgroßprojekt „Hannoversche Moorgeest“ umgesetzt werden kann, so Priebs weiter.

Das Gebäude in Resse wird mehrere Funktionen ausfüllen. Zum einen wird es auf einer Fläche von 100 Quadratmetern eine Ausstellung beherbergen, die über die Geschichte und den Lebensraum Moor informiert. Zum anderen kann das „MoorIZ“ auch als Bürgerzentrum genutzt werden, in dem Veranstaltungen, Vorträge und Workshops stattfinden können.

Schon im letzten Jahr hatte die Region Hannover eine Vereinbarung mit der Gemeinde Wedemark geschlossen. In ihr ist festgelegt, dass die Region Hannover als Bauherrin das „MoorIZ“ mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II (Investitionspauschale von Bund und Land plus Eigenanteil) plant und errichtet. Nach der Fertigstellung wird die Gemeinde Wedemark Eigentümerin des Gebäudes und übernimmt den Betrieb des Umweltinformationszentrums.

Das Gebäude an der Straße „Altes Dorf“ wird einen großen Raum erhalten, der einen Ausstellungs- und einen Vortragsbereich für rund 60 Personen umfasst. Beide Bereiche sind durch eine verschiebbare „Box“ getrennt, so dass bei Bedarf die Größe der Bereiche variiert werden kann. Hinzu kommen noch Räume für Büro, Exponate sowie sanitäre Anlagen und eine Teeküche. Für Besucherinnen und Besucher soll das „MoorIZ“ bis zu 30 Stunden pro Woche offen stehen. Sonderveranstaltungen für Schulen, Verbände und Naturschutzorganisationen sind ebenfalls vorgesehen, auch Workshops zum Thema „Moor“ in Verbindung mit Exkursionen sind mögliche Angebote.

Der Entwurf des Architektenbüros Ahrens Grabenhorst ähnelt mit seinem Satteldach einer traditionellen Scheune. Verbaut werden möglichst naturbelassene Materialien wie Holz, Glas, Zementestrich und verputztes Mauerwerk. „Trotz der temporären Nutzung des Gebäudes werden wir einen energetischen Standard realisieren können, der die Vorgaben der Energieeinsparungsverordnung um 30 Prozent unterschreitet“, betonte Barbara Thiel, Finanzdezernentin der Region Hannover. Für den Bau und die Einrichtung von „MoorIZ“ hat die Regionsversammlung insgesamt 950.000 Euro zu Verfügung gestellt.

In Resse hat sich der Verein „Bürger für Resse e.V.“ für die Realisierung des Moorinformationszentrums eingesetzt; er wird für die Gemeinde Wedemark das Moorinformationszentrum betreiben. Aus den Reihen des Bürgervereins stammt auch der Name „MoorIZ“, unter dem der Betrieb später laufen wird. „Das Projekt stößt in Gemeinde auf große Gegenliebe und viel Engagement“, sagte Umweltdezernent Priebs.

Kategorie: Region

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