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Neue Platz- und Wegenamen zu Ehren von fünf SportlerInnen

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Die Stadt Hannover ehrt fünf erfolgreiche SportlerInnen mit der Benennung von vier Straßen und einem Platz nach den Verstorbenen. Heute (18. Februar) enthüllte Bezirksbürgermeister Michael Sandow die neuen Straßenschilder. So erinnert der Vorplatz nördlich der AWD-Arena nun an den früheren Fußballspieler Walter Rodekamp. Vier Wege im Sportpark wurden nach Frauen benannt: Die Verbindung nördlich der Landessportschule vom Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg zum Lodemannweg erhielt den Namen Luise-Finke-Weg. Der Geh- und Radweg vom Lodemannweg zum Sportleistungszentrum heißt jetzt Grete-Rosenberg-Wildhagen-Weg. Vom Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg in Höhe der Jugendherberge führt ab heute der Hermine-Stindt-Weg direkt zum Sportleistungszentrum. Die Verbindung des Lodemannwegs mit dem neuen Hermine-Stindt-Weg bekam den Namen Inge-Machts-Weg. Alle fünf Straßenschilder wurden außerdem um einen Legendentext ergänzt, der Daten und Leistungen der Geehrten enthält. Der Rat der Stadt hatte die Benennungen im Dezember beschlossen.

  • Walter Rodekamp (13. Januar 1941 bis 10. Mai 1998) spielte nach seinem Wechsel vom FC Schalke 04 von 1963 bis 1968 für Hannover 96. In seiner ersten Saison bei den "Roten" erzielte er in 34 Spielen 33 Tore und trug damit maßgeblich zum Aufstieg in die Fußball-Bundesliga bei. 1965 absolvierte der Stürmer drei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.
  • Luise Finke (13. Februar 1917 bis 26. Oktober 2002) feierte Erfolge im Hochsprung und Weitsprung und war Wegbereiterin des deutschen Orientierungslaufes. 1938 wurde sie Studenten-Weltmeisterin im Hoch- und Weitsprung. Im Orientierungslauf gewann sie bei Altersklassen-Weltmeisterschaften noch im Alter von über 80 Jahren mehrere Medaillen. 
  • Inge Machts (23. November 1909 bis 6. April 1999) war international erfolgreiche Hochspringerin. Zweimal (1929 und 1930) wurde sie Weltmeisterin, 1928 erreichte sie Rang drei bei den Deutschen Meisterschaften und den siebenten Platz bei den Olympischen Spielen in Amsterdam. Später war Inge Machts bei Hannover 78 viele Jahre Geschäftsführerin, Kampfrichterin und Leichtathletik-Frauenwartin.
  • Grete Rosenberg-Wildhagen (7. Oktober 1896 bis 5. Februar 1979) gilt als Wegbereiterin des deutschen Damenschwimmsports. Im Finale der Freistilstaffel bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm sprang sie als vierte und letzte Schwimmerin ins Wasser und sicherte die Silbermedaille. Über 100 Meter Freistil erreichte sie Rang vier. Daneben gewann Grete Rosenberg-Wildhagen von 1912 bis 1922 bei Deutschen Meisterschaften insgesamt acht Einzel- und zwei Staffeltitel.
  • Hermine Stindt (5. Januar 1888 bis 10. Februar 1974) war ebenfalls Freistilschwimmerin und gehörte wie Grete Rosenberg-Wildhagen dem zweitplatzierten Staffelteam bei den Olympischen Spielen an. Sie wurde darüber hinaus 1921 mit der Staffel von Hannover 92 Deutsche Meisterin.
Kategorie: Sport

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