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JETZT Atomkraftwerk Grohnde vor den Toren Hannover abschalten

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bund-logoDie heutige Kundgebung und Demonstration am Opernplatz in Hannover, zu der Tausende von Menschen geströmt sind, hat gezeigt, dass die tragischen Ereignisse in Japan einen anderen Umgang mit der Zukunft der Atomenergie erfordern. Der BUND Region Hannover hat deshalb Stellung genommen zur Zukunft des AKWs Grohnde, dass nur 20 km entfernt von der Region Hannover und 50 vom Zentrum Hannovers ist. 

BUND fordert: Vor den Toren der Region Hannover das AKW Grohnde jetzt abschalten! Nicht nur 7 deutsche Reaktoren bergen brisante Gefahr: Auch das AKW Grohnde gehört zu den unberechenbaren Atomkraftwerken

Der BUND fordert, dass das 1975 gebaute und seit 1985 ans Netz gegangene Atomkraftwerk Grohnde vor den Toren der Region Hannover jetzt abgeschaltet wird und nicht erst – wie geplant – in 2032! Das AKW Grohnde ist keinesfalls vor Katastrophen gesichert wie beispielsweise vor einem Flugzeugabsturz oder einem Terroranschlag!

Ein ernsthafter Störfall, im schlimmsten Falle ein GAU, würde unmittelbar die Region Hannover mit seinen rund 1,13 Millionen Einwohnern treffen. Die Region Hannover ist nur 20 km von Grohnde entfernt, das Zentrum Hannovers rund 50 km. In der Vergangenheit ist es in Grohnde bereits zu Störfällen gekommen. Die Behauptung von E.ON ihr AKW sei sicher, wird vom BUND angesichts der aktuellen Situation als völlig unglaubwürdig betrachtet: „Wenn das Atomkraftwerk Grohnde tatsächlich sicher sein sollte, warum findet sich dann weltweit kein einziges Versicherungsunternehmen, um es gegen Störfälle und einen Super-gau zu versichern? Ist das `Restrisiko` vielleicht doch nicht so gering?", fragt Silke Dahl, Statistikerin und Mitglied der Arbeitsgruppe Klima des BUND.

Grundversorger für 11 Städte in der Region Hannover – viele davon im Südwesten der Region ist E.ON. 10 Städte, einschließlich der Landeshauptstadt Hannover, werden durch enercity oder eigene Stadtwerke versorgt. Eigentümer des Atomkraftwerks Grohnde sind zu rund 83 Prozent E.ON und zu 17 Prozent die Stadtwerke Bielefeld.

BUND Arbeitsgruppenmitglied Brunhild Gödecke konstatiert dazu: „Wir wissen, dass eine Versorgung ohne Atomstrom schon heute möglich ist. Die Landeshauptstadt Hannover hat es bewiesen. Bereits 1986 als Konsequenz aus der Tschernobylkatastrophe hat der Rat der Stadt den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Heute werden alle Menschen aus Hannover und alle Wirtschaftsunternehmen atomstromfrei versorgt. Die übrigen Städte in der Region Hannover, die noch heute auf Atomstrom von E.ON setzen, könnten sich daran ein Beispiel nehmen."

Aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger, jedes Unternehmen kann jetzt Zeichen setzen: Der BUND empfiehlt deshalb, JETZT auf ökologisch sauberen Strom umzusteigen. Jeder Haushalt kann dies noch heute tun. Vom BUND besonders empfohlene Ökostromanbieter wie die Naturstrom AG sowie ein Formular zum Ausfüllen sind auf der BUND Website zu finden: http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/klimaschutz/naturstrom_in_der_region_hannover/

Kategorie: Politik

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